Subingen

Es braucht kein «Hüeti»: Zu diesem Training dürfen Mütter ihr Baby mitnehmen

Raffaela Siegenthaler zeigt, wie das Kanga-Training geht.

Raffaela Siegenthaler zeigt, wie das Kanga-Training geht.

Raffaela Siegenthaler bietet in Subingen ein Training für frisch gewordene Mütter an. Die Neugeborenen sind beim Kanga-Training stets dabei.

Den eigenen Körper stärken, sich fit halten und dabei zusammen mit dem Neugeborenen trainieren, das sich während der Trainingseinheit an die Mutter kuschelt und durch die Nähe und Geborgenheit meistens in den Schlaf gewiegt wird: Das ist Kanga-Training. Erfunden wurde es von der Österreicherin Nicole Pascher, die als Tänzerin und Fitness-Trainerin tätig ist.

Neu wird das Kanga-Training im LadyGym von Subingen angeboten, im Moment in der Region ein einmaliges Angebot. Die Kurse können auch parallel zum Rückbildungstraining durchgeführt werden. Die einzige Voraussetzung ist die gynäkologische Abschlussuntersuchung beim Frauenarzt.

Raffaela Siegenthaler, die Gründerin und Betreiberin der beiden LadyGym in Subingen und Bellach, möchte das Kanga-Training bei Erfolg neben dem Zirkelfitness und dem Power Plate als festen Bestandteil in das Angebot ihrer Trainingszentren aufnehmen.

Kanga-Training in Berlin

Angebot für Mütter und Kinder

Als vierfache Mutter kennt Raffaela Siegenthaler diese Situation sehr gut: Kurz nach der Geburt möchte frau ihrem Körper etwas Gutes tun, ihn trainieren und fit halten. «Da ich selbst Mutter bin, weiss ich, wie wichtig es ist, ein Training für sich zu machen.» Neben der Fitness würden beim Training unzählige Glückshormone ausgeschüttet. Es sei etwas sehr Schönes. «Doch ist es eine sehr grosse Herausforderung, für die Trainingseinheiten jeweils jemanden zu finden, der auf das neuste Mitglied der Familie in dieser Zeit aufpasst. Meist verbringt die Mutter mehr Zeit mit dem Organisieren und Herumfahren als mit dem Training selbst», erklärt Siegenthaler.

Daraus entstand ihre Vision, ein Angebot aufzubauen, das es Müttern erlaubt, ihre Kinder ins Trainingszentrum mitzunehmen. Im letzten Jahr hat sie die zeitaufwendige und intensive Ausbildung zur Kanga-Trainerin absolviert, mit einem Kurs in Wien und einer schriftlichen und mündlichen Prüfung als Abschluss.

Ursprünglich waren die ersten Kurse bereits für März geplant, jedoch musste Siegenthaler diese wegen eines Kreuzbandrisses vertagen.

Mit aller Vorsicht

Das Kanga ist ein afrikanisches Kleidungsstück für Frauen, das als Kleid, Rock oder zum Tragen von Kindern gebraucht werden kann. Ein Tuch wird auch im Kanga-Training verwendet, das international nach dem gleichen Konzept angeboten wird. Das Wohl des Kindes und der Mutter steht an oberster Stelle. «Die verschiedenen Tragtaschen beispielsweise sind so konzipiert, dass für das Kind keine Gefahr besteht und sowohl Rücken als auch Kopf gut gesichert sind.»

Am ersten Kurstag sei auch eine Tragtaschenexpertin vor Ort, die die Mütter beraten wird. Wiegt das Kind acht Kilo wird es, um eine zu grosse Beckenbelastung zu vermeiden, nicht mehr an der Brust getragen, sondern auf dem Rücken.

Die Kinder werden bei diesem Work-out mit den durch Musik untermalten Choreografien als Gewicht genutzt. Es besteht auch die Möglichkeit, jederzeit zu stillen. Siegenthaler: «Durch das Training können sich Mutter und Kind entspannen, die Ganzkörperübungen sind gelenkschonend, auf Sprünge wird verzichtet und bei jeder Übung wird auf das Kind, das bei manchen Haltungen im Weg ist, Rücksicht genommen.» Auch würde die räumliche Wahrnehmung der Kinder durch die Teilnahme gestärkt. «Zudem geniessen es die Kinder sehr, dabei sein zu können.»

Kinder werden vor Ort betreut

2012 eröffnete Raffaela Siegenthaler das LadyGym in Subingen, 2014 dasjenige in Bellach. Mit Erfolg, die Kurse würden rege besucht, einerseits von Frauen aller Altersklassen und die Zentren seien gleichzeitig zu Treffpunkten geworden, wo sich Mütter austauschen und vernetzen. «Es sind viele Freundschaften entstanden, viele Mütter treffen sich auch privat.» In den LadyGyms von Siegenthaler können Mütter ihre Kinder immer mitnehmen. Für Kinder, die noch nicht in den Kindergarten oder die Spielgruppe gehen, ist in beiden Zentren eine Betreuerin vor Ort.

Kursstart: Mittwoch 22. und Freitag 24. August, jeweils von 10–11 Uhr. www.kangatraining.ch

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