Schnottwil

Es braucht einen Entlastungsbus

Der Gemeinderat Schnottwil begrüsst die Ziele des revidierten Bundesgesetzes über die Raumplanung.

Der Gemeinderat Schnottwil begrüsst die Ziele des revidierten Bundesgesetzes über die Raumplanung.

Der Gemeinderat Schnottwil begrüsst die Ziele des revidierten Bundesgesetzes über die Raumplanung. Kritisiert wird zudem die Überlastung der Buslinie 8/898 (Solothurn–Büren an der Aare–Münchenbuchsee) während den Stosszeiten.

Die Gesamtheit der bestehenden Bauzonenfläche soll möglichst wenig ausgedehnt, und die Siedlungsentwicklung nach innen gefördert werden. Das Planausgleichsgesetz sieht bei Um- und Aufzonungen von einer Mehrwertabgabe ab, was der Gemeinderat als sinnvoll erachtet.

Unklar ist für den Gemeinderat aber § 5, in dem der Abgabetatbestand unter anderem für die landwirtschaftlichen Kernzonen festgelegt wird. Wenn die landwirtschaftliche Parzelle bei der Einzonung nicht überbaut ist, bestehe unbestrittenermassen eine Abgabepflicht. Was aber, wenn die in der Kernzone gelegene Parzelle schon massgebend oder vollständig überbaut ist und daher die Möglichkeit einer zusätzlichen Überbauung gar nicht möglich sei? Der Gemeinderat möchte weiter wissen, ob in diesem Fall eine Einzonung als Um- oder Aufzonung eingestuft werden könne.

Auch § 10 ist für den Gemeinderat zu wenig klar. Es geht dabei um «rechtskräftige Baubewilligungen». Dies könne nur neue Überbauungen meinen. Grössere oder kleiner Ausbauten sollten ausgeschlossen werden, weil eine Abgabe in diesem Fall unverhältnismässig wäre.

Entlastung ist nötig

Der Gemeinderat hat sich im Weiteren mit dem Konzeptentwurf 2018 der RBS-Buslinien im Dreieck Lyss/Solothurn/Münchenbuchsee beschäftigt. Kritisiert wird die Linie 8/898 (Solothurn–Büren an der Aare–Münchenbuchsee). Dieser Bus sei heute zu den Stosszeiten heillos überlastet und es sei zwingend nötig, bereits ab dem nächsten Fahrplanwechsel Entlastungsbusse einzusetzen. Ab 2018 fahre der Bus nicht mehr bis zur Kantonsschule in Solothurn. Das heisse, dass der «Kanti-Bus» (zu den Start- und Schlusszeiten der Schule) noch überfüllter sei als heute. Als Vorteil wird immerhin der Halbstundentakt erachtet, der auch eine Entlastung bringen könnte. Der Gemeinderat sieht zudem Probleme mit den Umsteigern am Bahnhof in Solothurn. Der Platz dort müsse genügend gross sein.

In Schnottwil selbst werde die Situation durch den Halbstundentakt verbessert. Der Verzicht auf die Schlaufe nach Messen mache den Bus attraktiver und verkürze die Fahrzeit um rund 20 Minuten. Schlecht sei, dass der Bus künftig nur noch bis Münchenbuchsee fahre. Es brauche deshalb zwingend eine neue Haltstelle gleich beim Bahnhof, damit die Weiterfahrt nach Bern möglich sei. Für die Pendler seien die Anschlüsse in Solothurn und Münchenbuchsee relevant. Aus dem selben Grund sollte der Grundtakt nur verschoben werden, wenn er abgestimmt wird auf die weiterfahrenden Züge.

Ganzheitlich denken

Generell wünscht sich der Gemeinderat Schnottwil bessere Verbindungen nach Grenchen. Dies wäre, so der Gemeinderat, für Langstreckenreisende nach Biel, Lausanne, Olten, Luzern oder Zürich interessant. Schade sei, dass keine Massnahmen geplant seien, die das Umsteigen vom individuellen auf den öffentlichen Verkehr fördern. Nur eine Verlagerung auf den öffentlichen Verkehr würde stark befahrene Dörfer entlasten. Der Gemeinderat Schnottwil fordert deshalb die Kantone Bern und Solothurn dazu auf, ein ganzheitliches Konzept zu erstellen und nicht eine kostenneutrale Lösung anzustreben.

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