Herbert Schluep (Gemeindepräsident Lüsslingen-Nennigkofen) hat im Auftrag der VGGB (Vereinigung Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten Bucheggberg) beim Bau- und Justizdepartement das Anliegen des Bucheggbergs für ein verbessertes Angebot für den öffentlichen Verkehr (öV) eingereicht.

Die Bucheggberger Gemeindepräsidenten wurden hellhörig, nachdem im Wasseramt ein Volksauftrag für einen verbesserten öffentlichen Verkehr eingereicht wurde und der Regierungsrat die Prüfung der Anliegen versprach. Regierungsrat Roland Fürst hat nun Stellung genommen zum Brief der VGGB, der «auf eine Gleichbehandlung zwischen Bucheggberg und Wasseramt bei der Ausgestaltung des öV-Angebotes abzielt».

Schülerverkehr ist Rückgrat

Fürst macht den Bucheggbergern wenig Hoffnung. Das Angebot auf den drei Postautolinien im Bucheggberg sei letztmals 2010 und 2014 angepasst worden. Dabei ging es um die Integration des Schülerverkehrs in den öV und die Anschlusssicherung für den Pendlerverkehr in Lohn-Lüterkofen und Bätterkinden. Bei beiden Anpassungen sei das Angebot moderat ausgebaut worden. «Der Schülerverkehr bildet das Rückgrat der drei Linien. Ohne Schülerverkehr könnte das zugegebenermassen wenig dichte Angebot in seiner heutigen Form kaum aufrechterhalten werden», so Fürst deutlich. Die Kostendeckung der drei Linien bewege sich auf einem sehr tiefen Niveau. Vor diesem Hintergrund stelle bereits die Aufrechterhaltung des bestehenden Angebotes eine Herausforderung dar. Sollte sich der Bund aufgrund der niedrigen Kostendeckung aus der Mitfinanzierung zurückziehen, würde die Situation nochmals deutlich verschärft.

Fürst macht weiter darauf aufmerksam, dass die Gemeinden Messen, Schnottwil und Lüsslingen-Nennigkofen seit letzten Dezember im Kanton gesehen über ein konkurrenzfähiges Angebot verfügen würden. Weiter erklärt er in seinem Brief an den VGGB, dass das Angebot zurzeit überprüft und analysiert werde. Ideen und Wünsche würden auf ihre Tauglichkeit und Umsetzbarkeit hin geprüft. «Begehren werden nicht automatisch in ein neues Angebotskonzept übernommen.»

«Zusammenfassend hoffe ich, Ihnen ihre geäusserten Befürchtungen nehmen zu können, dass lautstark geäusserten Forderungen besonderes Gehör geschenkt wird.» Ausschlaggebend für die Ausgestaltung des Busangebotes seien Potenzial, Überlegungen zum Modal-Split und Entwicklung oder die erwartete Kostendeckung. Abschliessend macht Fürst deutlich, dass er aus diesen genannten Gründen keine öV-Verbesserung im Bucheggberg in Aussicht stellen können, zumal die Angebotsanpassungen im Bucheggberg deutlich weniger lange zurückliegen würden als im Wasseramt.