Langendorf
Erweiterung der Buslinie 2 bekommt zweijährige Pilotphase

In einer zweijährigen Pilotphase wird die Linie 2 bis nach Langendorf erweitert, hat der Gemeinderat entschieden. In der momentanen Form bringt die Linie dem Dorf aber nicht wirklich Nutzen.

Nadine Schmid
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Die Erweiterung wird jetzt getestet.

Die Erweiterung wird jetzt getestet.

zvg/BSU

Die Entscheidung fiel knapp aus: Mit fünf Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung wurde die Erweiterung der Buslinie 2 nach Langendorf während der Ladenöffnungszeiten genehmigt, jedoch nur unter der Vereinbarung, dass es sich dabei um eine zweijährige Pilotphase handelt.

Sollte es sich als keine gute Lösung herausstellen, würde das Angebot für Langendorf wegfallen. Dabei wird der Bus bei der Ischimattstrasse und Stöcklimattstrasse wenden. Kein Gelenkbus wird die Linie befahren. Wenn sich der Wendeplatz trotz den Untersuchungen des Verkehrsamts als unsicher herausstellen sollte, wird so schnell wie möglich gehandelt.

Die Erweiterung der Buslinie erntete viel Kritik im Langendörfer Gemeinderat, drei Räte wollten auch nicht auf den Pilotphasen-Vorschlag einsteigen, da für sie die Kritikpunkte stärker wogen: Die Linie bringt für Langendorf in der momentanen Form keinen Nutzen, da sie nicht bis nach Rüttenen ausgebaut wird.

Dazu wurden die drei möglichen Wendeplätze infrage gestellt. Derjenige bei der Ischimattstrasse aus Sicherheits- und derjenige beim Bahnhof aus Attraktivitätsgründen. Vom Dorfplatz sieht der Gemeinderat ab, da dort in Bezug auf die Raum- und Ortsplanung Projekte geplant sind, die man sich sonst verbauen würde.

Das Amt für Verkehr und Tiefbau hat die Strecke bis nach Rüttenen überprüft. «Wenn der Bus dorthin führe, kommt es zu Verspätungen in der Höhe von einigen Minuten. Gibt es dazu Verkehrsbehinderungen, wird die Differenz noch grösser», begründete Ludwig Dünbier. In diesem Zusammenhang erwähnte er das Projekt, in dem bis 2020 das ganze Busnetz von Solothurn überprüft und optimiert werden soll. «In diesem Zusammenhang werden wir eine Erweiterung nach Rüttenen noch einmal aufgreifen.»

Positive Rechnung

Die laufende Rechnung schliesst überraschend positiv ab. Anstatt eines kleinen Aufwandüberschusses ergab sich ein Ertragsüberschuss von 509'834 Franken. Dies ist einerseits auf die zurückhaltende Ausgabenpolitik zurückzuführen. Andererseits kam ein Sonderfaktor von 410'000 Franken dazu, da die Rückstellung für die Ausfinanzierung des Pensionskassenfehlbetrags für das Gemeindepersonal aufgelöst wurde. Diese Summe erhöhte den Ertragsüberschuss der Rechnung um den genannten Betrag von 410'000 Franken. Der Gesamtsteuerertrag weicht mit einem Plus von 1.2 Prozent nur leicht vom Voranschlag ab.

Die Investitionsrechnung erreichte ein Rekordtief: Mit 709'974 Franken beträgt sie heuer halb so viel wie in den Vorjahren und konnte von der Gemeinde vollumfänglich selbst finanziert werden; die 13 Investitionskredite wurden kostengünstiger umgesetzt. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 199 Prozent und liegt dabei 99 Prozent höher, als sich der Gemeinderat zum Ziel setzte. Damit beträgt die durchschnittliche Selbstfinanzierung 118 Prozent und die Nettoschuld liegt pro Einwohner bei 787 Franken. Rolf Truninger, Präsident der Finanzkommission, empfindet die Rechnung als gutes Resultat: «Die Rechnungen von Langendorf sind konstant, was positiv ist.» Auch dass die Investitionen so tief seien, sei zu begrüssen, jedoch käme einiges auf die Gemeinde zu. «Es ist aber eine gute Ausgangslage, auf der aufgebaut werden kann.»

Weiter beschloss der Gemeinderat

- In sechs Etappen soll zwischen 2016 und 2021 neues Schulmobiliar angeschafft werden, da die heutige Möblierung über 30 Jahre alt ist. Beauftragt wird eine regionale Firma, die Gesamtsumme beträgt 255'822 Franken.

- Die Gemeinde musste wegen des neuen kantonalen Wirtschaftsgesetzes ein Reglement zur Bewilligung von Freinächten und gastgewerblichen Gelegenheitsanlässen erstellen. Über dieses Geschäft wird an der Gemeindeversammlung abgestimmt.

- Silvan Jäggi, Gesamtschulleiter der GESLOR, stellte die Ergebnisse der externen Evaluation (wir berichteten) dem Gemeinderat vor.

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