Aeschi

Ertragsüberschuss dank einmaliger Steuereinnahmen

In Aeschi wurde ein schöner Ertragsüberschuss erwirtschaftet.

In Aeschi wurde ein schöner Ertragsüberschuss erwirtschaftet.

In Aeschi flossen viel mehr Steuern aus den Vorjahren, als budgetiert war. Dies dürfte aber ein einmaliges Ereignis sein.

35 Stimmberechtigte fanden sich – mit coronagerechtem Abstand – in der Turnhalle in Aeschi zur Gemeindeversammlung ein. Sie nahmen Kenntnis vom erfreulichen Rechnungsabschluss. Bei einem Gesamtaufwand von 13,247 Mio. Franken und einem Gesamtertrag von 13,884 Mio. Franken resultiert ein Ertragsüberschuss von 636'099 Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 164'604 Franken. Der Gemeinderat schlug vor, dass zusätzliche Abschreibungen in der Höhe von 289'912 Franken getätigt werden sollen. Damit beläuft sich der Ertragsüberschuss abschliessend auf 346'187 Franken. Netto wurden im letzten Jahr 463'338 Franken investiert.

Der Ertragsüberschuss wurde hauptsächlich wegen der Verbesserung der Steuereinnahmen realisiert. Laut Gemeindepräsident Stefan Berger entsprachen die Steuereinnahmen des laufenden Jahres praktisch dem Budget. Für die vergangenen Jahre konnten aber 340000 Franken mehr als budgetiert eingenommen werden. Das sei ein einmaliges Ergebnis, mit dem man künftig nicht mehr rechnen dürfe. Die Einnahmen bei den juristischen Personen übertrafen das Budget um 150000 Franken und bei den Sondersteuern wurden 50000 Franken mehr eingenommen.

Hohe Steuerabschreibungen genehmigt

Insgesamt hätten viele kleinere und grössere Einsparungen bei diversen Positionen zum guten Ergebnis beigetragen. Zudem wurden nicht alle Projekte wie geplant ausgeführt. Im Bereich Bildung heben sich Über- und Unterschreitungen gegenüber dem Budget praktisch auf. Die Nettokosten sind aber als Ganzes um 63000 Franken höher als im letzten Jahr. Dafür sind die Ausgaben im Sozialbereich um 90000 Franken tiefer als im Vorjahr. Dies habe damit zu tun, dass Rückzahlungen für 2018 teilweise erst 2019 flossen. Insgesamt sind die Ausgaben im Sozialbereich höher.

Der Versammlung wurde zudem ein Nachtragskredit vorgelegt, der genehmigt werden musste. Es ging dabei um Abschreibungen von Steuern von natürlichen Personen. Diese beliefen sich im letzten Jahr auf total 84150 Franken und waren damit höher als die 25000 Franken, die im Budget enthalten waren.

Noch engere Zusammenarbeit mit Derendingen

Mit einer Enthaltung wurde auch der Neustrukturierung der Wasserversorgung zugestimmt. 1950 wurde der Zweckverband Wasserversorgung äusseres Wasseramt (ZWäW) gegründet, der seit Jahren mit der Wasserversorgung Derendingen (EWD) zusammenarbeitet. Nachdem die Wasserfassung in Subingen abgesprochen worden war, wurde eine Transportleitung zwischen Subingen und Derendingen gebaut, dazu ein Stufenpumpwerk. Seit 2008 beziehen die 12 Gemeinden des ZWäW Wasser von der EWD. In Aeschi ist dies allerdings nur der Dorfteil Aeschi. Nun wird eine Zusammenführung des ZWäW und des Primärnetzes der EWD in eine eigenständige öffentlich-rechtliche Wasserversorgung Wasseramt AG (WaWa AG) vorgeschlagen, um die bestehende Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden zu festigen. Die Sekundärnetze bleiben autonom bei jeder Gemeinde. Die Versorgungssicherheit werde verbessert. Für die Wasserbezüger ändere sich mit der neuen Struktur wenig. Beim Wasserpreis kann jede Aktionärin mitbestimmen, Aeschi ist mit sieben Prozent an der neuen AG beteiligt.

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