Drei Höfe

Erster Schritt, um den Schulstreit beizulegen: Drei Höfe sagen Ja zur Vereinbarung

Die Schulanlage von Drei Höfe befindet sich im Dorfteil Heinrichswil.

Die Schulanlage von Drei Höfe befindet sich im Dorfteil Heinrichswil.

Die Gemeindeversammlung Drei Höfe genehmigt eine neue Vereinbarung der regionalen Schule äusseres Wasseramt (RSAW) – der Schulstandort wird vorerst gesichert.

Der Schulstreit im äusseren Wasseramt könnte bald beigelegt werden. Am Mittwoch genehmigte die Gemeindeversammlung der Drei Höfe eine neue Vereinbarung der regionalen Schule äusseres Wasseramt (RSAW). Diese wurde nötig, weil die Kantonsregierung Kosten sparen und Schulstandorte schliessen will.

Damit beisst die Exekutive im äusseren Wasseramt aber auf Granit. Die Höfer wollen ihre Schule nicht aufgeben, und auch Bolken hält an der Institution fest, die für viele Bewohner ein Ort der Begegnung ist und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.

In den letzten Jahren rang man in den fünf Gemeinden der RSAW um eine neue Verteilung der Kosten. «Es brauchte starke Nerven, gab Schweissausbrüche und auch unschöne Szenen», berichtete Gemeinderätin Yvonne Fürst über die zähen Verhandlungen. Umso erleichterter zeigte sie sich über den Verteilschlüssel.

Aeschi zahlte zu viel

Bisher trug vor allem Aeschi, gemessen an der Schülerzahl, einen überproportionalen Teil der Kosten. Die Gemeinde hatte die Vereinbarung deshalb letzten Sommer gekündigt. Bolken, das im Verhältnis zu den Einwohnern hohe Personalkosten verursacht, zahlte unterdurchschnittlich.

Neu werden die Schulkosten gemäss den Betriebskosten verrechnet, die in den einzelnen Standortgemeinden aufgrund der Lehrerpensen anfallen. Damit kommen diese für ihre individuell generierten Kosten selber auf. 90 Prozent davon sind die Löhne der Lehrpersonen.

Die Drei Höfe bezahlen künftig 22 Prozent an die Gesamtkosten, was eine minimale Kostensteigerung bedeutet. Die 34 anwesenden Stimmberechtigten der Drei Höfe genehmigten die neue Vereinbarung, inklusive einem Zustupf von insgesamt 100'000 Franken für Bolken, die dessen massiven Mehrkosten abfedern helfen sollen. «Es ist eine gute Lösung, die den Schulstandort für die Drei Höfe in den nächsten Jahren sichert», resümierte Gemeindepräsident Thomas Fischer. Die Vereinbarung steht in den kommenden Tagen auch in den anderen vier Standortgemeinden zur Disposition.

Derniere für Thomas Fischer

Kerngesund präsentieren sich die Finanzen der Drei Höfe. Zum vierten Mal in Folge schliesst die Rechnung positiv ab. Dies dank einer konsequenten Kostenkontrolle, Zahlungen aus dem kantonalen Finanzausgleich von 609'000 Franken und nachträglichen Steuereingängen. Gut eine halbe Million Franken stehen auf der Habenseite. Verständlich, dass gegen solch eine
positive Rechnung an der Gemeindeversammlung niemand opponieren mochte.

Emotional war der Abend für Thomas Fischer, der als Gemeindepräsident abtritt. Er blickte auf seine achtjährige Amtszeit zurück, versicherte aber, loslassen zu können. Die Aussichten für die Drei Höfe seien gut, doch es brauche weiterhin eine motivierte Verwaltung und die Unterstützung der Bevölkerung. Die beiden Kandidaten für seine Nachfolge, Brandon Miller und Rolf Späti, nutzten den Versammlungsrahmen, um sich der Stimmbevölkerung vorzustellen. Die Wahl ist auf den 2. Juli angesetzt.

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