Subingen
Erste Entscheide für die Dreifach-Turnhalle sind getroffen

Mitte Juni genehmigte der Souverän den Bruttokredit über 8,3 Millionen Franken für den Bau einer Dreifach-Sporthalle. Nun hat der Gemeinderat Subingen eine Hallenkommission ins Leben gerufen.

Rahel Meier
Merken
Drucken
Teilen
Die Abschlussklasse kann von der neuen Turnhalle nicht mehr profitieren. Die Verantwortlichen hoffen aber, dass die neue Halle im Schuljahr 2021 in Betrieb genommen werden könnte.

Die Abschlussklasse kann von der neuen Turnhalle nicht mehr profitieren. Die Verantwortlichen hoffen aber, dass die neue Halle im Schuljahr 2021 in Betrieb genommen werden könnte.

Rahel Meier

Die Idee, auf dem Gelände des OZ13 eine Dreifach-Sporthalle zu bauen, wird immer konkreter. Nachdem die Subinger Stimmberechtigten dem Kredit zugestimmt haben, ist es nun an der Delegiertenversammlung der Oberstufe Wasseramt Ost (OWO) ebenfalls Ja zu sagen. Am 31. Oktober müssen die Delegierten über den Mietvertrag für zwei Turnhalle und den genauen Standort des neuen Gebäudes beschliessen. Am Donnerstagmittag haben einige Vertreter des Verbandesrates der OWO und der Gemeinde Subingen das weitere Vorgehen diskutiert. Am Abend wurde die Diskussion auch im Gemeinderat Subingen geführt.

Gemeinderat setzt Hallenkommission ein

Der Gemeinderat Subingen hat an seiner Sitzung am Donnerstagabend eine spezielle Hallenkommission (Hako) eingesetzt, der Stephanie Béguelin (SP), Roger Blanc (SP), Peter Glutz (FDP), Hans Ruedi Ingold (Gemeindepräsident, SP), Michael Kummli (FDP), Jan Weiss (FDP) und ein Mitglied der CVP angehören. Für das Protokoll wird Gemeindeschreiberin Vreni Zimmermann zuständig sein und der neue Bauverwalter Matthias Oesch wird als Mitglied ohne Stimmrecht ebenfalls miteinbezogen.
Die Hako muss als Erstes den Mietvertrag für die Verbandsgemeinden ausarbeiten. Da er über 33 Jahre läuft und unkündbar ist, will der Verbandsrat des OWO diesen juristisch prüfen lassen, bevor er der Delegiertenversammlung vorgelegt wird.

Weiter soll sich die Hako erste Gedanken über das Raumprogramm der Sporthalle machen. Der Gemeinderat hat sich zudem dazu entschieden, einen Auftrag für ein Vorprojekt für eine Dreifach-Sporthalle mit Kostenschätzung zu vergeben. Vorgängig hat eine Delegation aus Subingen die Betoncoupearena in Schönenwerd besichtigt und sich durch die Räumlichkeiten führen lassen. Diese Dreifachhalle wurde auf private Initiative hin und mit privaten Geldern gebaut. «Die Halle ist als Industriebau konzipiert und die wohl kostengünstigste Sporthalle, die bisher in der Schweiz gebaut wurde», erklärt Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold. «Eine Anlehnung an die Grundidee dieser Halle wäre durchaus denkbar. Vorprojekt und Kostenschätzung wären zudem handfeste Grundlagen, welche die Entscheide des Verbandsrates und der Delegiertenversammlung sicher vereinfachen könnten.» (rm)

«Für uns ist die Lösung, wie sie nun vorliegt ein Gewinn», erklärt Verbandsratspräsidentin Claudia Sollberger. Sie war gemeinsam mit Bruno Meyer (Gemeindepräsident Etziken) und Stefan Flückiger (Standortleiter OZ13) bereits an der Gemeindeversammlung in Subingen anwesend und hat so das Interesse der OWO am Bau der Halle deutlich gemacht.

Bruno Meyer, der sich im Vorfeld stark für die Dreifach-Sporthalle eingesetzt hatte, doppelt nach: «Mit dieser Lösung wird das Geld sinnvoll eingesetzt und die Region hat den grösstmöglichen Nutzen.» Denn die Oberstufe sei als Zweckverband organisiert und wenn es um Geld gehe, seien Diskussionen immer eine schwierige Sache. «Des Geldes wegen ging es 25 Jahre, bis das OZ13 gebaut wurde. Des Geldes wegen wurde vor zehn Jahren auf den Bau der zweiten Turnhalle verzichtet. Mit der Lösung, die wir jetzt gefunden haben, hat sich die Diskussion vereinfacht.»

Nutzen für die Gesamtregion

Alle Beteiligten betonen zudem, dass die Dreifach-Sporthalle nicht nur Subingen und der Oberstufe Nutzen bringe, sondern der ganzen Region. Tagsüber stünden die Hallen zwar der Schule zur Verfügung, abends aber den Vereinen. «Hallenzeit ist in der ganzen Region knapp.» Adrian van der Floe (Gesamtschulleiter OWO) macht zudem darauf aufmerksam, dass das Wasseramt Aufschwung genommen hat. «Wir haben zwar zurzeit etwas weniger Schülerinnen und Schüler. Aber die Einwohnerzahl hat in den letzten Jahren um rund 15 Prozent zugenommen.»

Konkret weiter planen kann die Gemeinde Subingen erst, wenn die Delegiertenversammlung der OWO dem Mietvertrag zugestimmt hat und so die Finanzierung geregelt ist. «Wir müssen sicher den Gestaltungsplan anpassen», meint Hans Ruedi Ingold (Gemeindepräsident Subingen). Denn im heutigen Plan sei ein Anbau für eine Turnhalle möglich, nicht aber ein Neubau. Zudem müssten sich sowohl die Gemeinde als auch die Schule Gedanken machen, wo der beste Standort für den Neubau sei.

Allenfalls müsse man den heute bestehenden Fussballplatz verschieben. «Es lohnt sich, genügend Zeit für solche Überlegungen zu investieren», meint Claudia Sollberger. «Der Denkprozess und der gemeinsame Austausch sind wichtig.» Van der Floe hofft trotzdem, dass ein Bezug im Schuljahr 2020/21 möglich wäre.

Die Vorgeschichte

Im Oktober 2007 wurde das Oberstufenzentrum (OZ13) in Subingen bezogen. Aus finanziellen Gründen wurde damals auf den Bau einer zweiten Turnhalle verzichtet. Damit der Turnunterricht für die Oberstufenschüler trotzdem möglich war, wurde die Mehrzweckhalle der Gemeinde Subingen als zweite Halle zugemietet.
Vor rund zwei Jahren begannen die Diskussionen innerhalb des Verbandsrates der OWO (Oberstufe Wasseramt Ost) über den Bau einer zweiten Turnhalle in Subingen. Ungefähr gleichzeitig erkannte man auch in Subingen, dass für die Vereine im Dorf eine weitere Turnhalle nötig wäre. Der Anbau einer Turnhalle für die Oberstufe wurde auf rund 5 Mio. Franken geschätzt. Auch die Gemeinde Subingen hätte für eine einzelne Turnhalle rund 6 Mio. Franken investieren müssen.

Nach vielen Diskussionen haben der Zweckverband und Subingen beschlossen, gemeinsam zu bauen. Für weniger Geld, nämlich 8,3 Mio. Franken, soll nun eine Dreifach-Sporthalle erstellt werden. Eine Halle für Subingen, zwei für die Schule. Die Gemeinde Subingen übernimmt dabei den Lead. Der Bruttokredit von 8,3 Mio Franken wurde an der Gemeindeversammlung genehmigt. Die Oberstufe stellt das Land zur Verfügung und mietet sich für 33 Jahre im neuen Bau ein. Mit den Mietkosten wird, wie bei einem Leasing, der Anteil an den Erstellungskosten der Halle, abbezahlt. Nach 33 Jahren gehen die beiden Hallen in den Besitz des Zweckverbandes über. Zusätzlich zu den Mietkosten müssen die Verbandsgemeinden – wie dies heute schon geregelt ist – auch für die jährlichen Unterhaltskosten, die Reinigung etwa, oder kleine Reparaturen, aufkommen. (rm)