Messen
Erste Arbeiten am räumlichen Leitbild in Angriff genommen

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Dorfansichten von Messen: Der «Löwen»

Dorfansichten von Messen: Der «Löwen»

Rahel Meier

Im Sommer wurde die Bevölkerung in Messen zu ihren Erwartungen für die räumliche Entwicklung befragt. Dies in Vorbereitung für die Erarbeitung des räumlichen Leitbildes und später der Ortsplanungsrevision. 56 Fragebogen – das sind 10 Prozent Rücklauf – wurden zurückgeschickt. Aus den Antworten lassen sich Tendenzen ableiten, wie Gemeindepräsident Bernhard Jöhr im Messner Info schreibt.

Viel Zufriedenheit

Die Mehrheit der Bevölkerung fühlt sich in ihrem Wohnort wohl. Einschneidende Veränderungen sind nicht gewünscht. In den nächsten 20 Jahren sollte sich die Gemeinde, so der Grossteil der Meinungen, massvoll weiterentwickeln. Die Bevölkerung soll dabei von heute 1500 auf höchstens 1800 bis 2000 Personen anwachsen. Als positiv werden die idyllischen Dorfkerne eingestuft, deren ländlicher Charakter möglichst nicht verändert werden sollte.

Entwicklungspotenzial besteht vor allem im Ortsteil Messen, wo eine innere Verdichtung am ehesten als möglich angesehen wird. Gewünscht wird allgemein, dass Lebensraum für junge Leute und für Senioren in Form von erschwinglichen Mietwohnungen geschaffen werden könnte. Damit könnte die heutige gute Altersdurchmischung aufrechterhalten werden.

Gute Bedingungen für Gewerbe

Die Gemeinde soll zudem nicht zu einer Schlafgemeinde werden. Mit raumplanerischen Massnahmen sollen günstige Voraussetzungen für das Gewerbe geschaffen werden. Die Bevölkerung hofft, dass damit auch das Lädelisterben aufgeschoben werden kann. Ganz allgemein soll Messen die heutige Zentrumsfunktion auch künftig wahrnehmen. Dazu trägt unter anderem die gute Infrastruktur (Post, Ärztezentrum, Kleingewerbe) bei. Gewünscht wird, dass Messen weiterhin die heutige hohe Lebensqualität behalten kann. Diese entstehe auch durch das Nebeneinander von Natur, Kultur, Arbeit und guter Wohnqualität. Vor allem die Qualität der Landschaft wird in den Antworten der Mitwirkung immer wieder als erhaltenswert eingestuft.

Als problematisch wird die fehlende Kinderbetreuung, das teilweise unbefriedigende öV-Angebot und die Dorfplatzgestaltung in Messen angesehen. Auch die Schulwegsicherheit wird nicht überall als ausreichend eingestuft. Zu Sorgen Anlass gibt auch die Verkehrsbelastung im Zentrum des Dorfteils Messen. (rm/mgt)