Lüterkofen
Erneut treffen slowUp und Muttertag zusammen

Der Verein slowUp Solothurn-Buechibärg diskutierte in Lüterkofen über künftige Ausweichdaten, Geld und Sicherheit.

Agnes Portmann-Leupi
Merken
Drucken
Teilen
Radbegeisterte am slowUp Solothurn-Buechibärg

Radbegeisterte am slowUp Solothurn-Buechibärg

Hans Ulrich Mülchi

Schon wieder am Muttertag. Das mag der eine oder andere über das erneute Zusammentreffen des slowUp mit dem Muttertag am 8. Mai denken. Eigentlich sollte dieser Grossanlass in unserer Region immer am letzten Sonntag im Mai stattfinden, und er wurde auch so von der nationalen Trägerschaft zugeteilt.

Dass der Wechsel nicht freiwillig geschieht, erklärten die Verantwortlichen an der Generalversammlung des Vereins slowUp in Lüterkofen. Der Grund liegt beim eidgenössischen Feldschiessen, welches heuer am letzten Maiwochenende stattfindet und den Vorrang hat. Eine Durchfahrt im Bucheggbergischen Biberntal ist daher nicht möglich. Da die Daten der 19 schweizweit stattfindenden slowUps fix festgelegt sind und auch von den zahlreichen Sponsoren bestimmt werden, blieb für die Region nur noch der 8. Mai übrig.

Lösungssuche für die Zukunft

Dass die Restaurants im Bucheggberg mit diesem Datum unzufrieden sind, liegt auf der Hand. Ist doch für sie der Muttertag ein sehr wichtiger, ja sogar der lukrativste Tag im Jahr. Beat Stähli, Präsident des Vereins, hat viele schlichtende Gespräche geführt. «Grundsätzlich ist jedes Restaurant erreichbar, aber teilweise mit relativ grossen Einschränkungen», bedauert er.

«Etwa mit Überqueren der slowUp-Strecke oder einem 500 Meter langen Fussmarsch.» Einem Restaurant konnte in unmittelbarer Nähe ein grösserer Parkplatz zugeteilt werden. Die Botschaft der Wirte sei dahingehend, dass Gäste jedem kleinen Hindernis ausweichen.

Dummerweise wird es in den Jahren 2019 und 2020 erneut eine Kollision mit dem Feldschiessen geben. «Wir wollen den Konflikt «Muttertag» auf längere Sicht lösen», sagt Beat Stähli. Das OK sucht bereits jetzt nach Lösungen auf gesamtschweizerischer Ebene, damit die Ausweichdaten nicht wieder auf den Muttertag fallen. Die Diskussionen drehen sich um Termine im Juni. In den kommenden zwei Jahren, 2017 und 2018, findet der slowUp wieder am vereinbarten Termin, am letzten Maisonntag statt.

Zurück zum «slow-down»

Zum Teil sind Sponsoren wegen dieser Terminkollision heuer nicht am slowUp Solothurn-Buechibärg vertreten, einige sind ganz ausgestiegen, andere neu dazugekommen. Klar ist, dass in der slowUp-Kasse noch rund 16 000 Franken fehlen. Nicht nur regional, sondern auch auf nationaler Ebene wird zum ersten Mal auf freiwillige Spenden der Teilnehmenden gesetzt. Aktiv wird mit «Kässeli» auf den Festplätzen darum gebeten. «Der slowUp soll auch in Zukunft gesichert sein», informiert Benno Krämer, OK-Präsident und Geschäftsführer. Noch schliesst die Jahresrechnung 2015 mit einem Gewinn von 1259 Franken ab. Die Rückstellungen und das Eigenkapital könnten in den Folgejahren keine grösseren Defizite auffangen.

Ein weiteres Problem scheint sich zudem anzubahnen – der slowUp wird schneller und schneller, nicht zuletzt wegen der E-Bikes. Die Verantwortlichen wünschen sich ein Zurück zum «slow-down» und appellieren an die Eigenverantwortung der Teilnehmenden, auch in Bezug auf das Einhalten der geltenden Strassenverkehrsregeln.