Die Rüttener Modellflieger waren an der Schweizer Meisterschaft der Freiflugkategorie F1E in Himmelberg (Deutschland) erfolgreich. Bei sonnigem Wetter und relativ starkem Wind erreichte Michael Bleuer den ersten Platz, dicht gefolgt von seinem Vater Heinz Bleuer auf Platz zwei. Auf dem dritten Platz landete Andreas Tschanz von der Modelfluggruppe Bern.

Die Schweizer Meisterschaft wird aufgrund der idealen Geländeverhältnisse und viel Platz rund um den Himmelberg (nahe Tübingen) in Deutschland ausgetragen. Gestartet werden die Modelle am Hang aus der Hand und gegen den Wind. Dabei gilt es, möglichst lange im Hangaufwind zu segeln und die verlangte Zeit – je nach Verhältnissen zwischen drei und fünf Minuten – in der Luft zu bleiben. Vom Boden aus können die Modelle nicht gesteuert werden, daher die Bezeichnung Freiflug. Damit das Modell die aufsteigende Luftströmung nutzen kann, muss der Pilot die Flugrichtung im Voraus einstellen.

Dies geschieht in der Kategorie F1E über ein ausgeklügeltes System, das durch einen eingebauten Magnetstab ähnlich wie ein Kompass funktioniert und sich den Erdmagnetismus zu Nutzen macht. Technik und Routine sind gefragt, aber auch genaue Beobachtungen der Natur. Erblickt man in der Ferne kreisende Vögel, kann dies beispielsweise ein Indiz dafür sein, dass gute Thermik herrscht. Ein solcher Thermikschlauch lässt das Modell hoch aufsteigen, sodass es oft nur noch mit dem Fernglas zu sehen ist. Zudem gilt es, je nach Windbedingungen das richtige Modell zu wählen und dieses allenfalls mit Blei zu beschweren. Die Modelle unterscheiden sich in Grösse und Flügelprofil. Stärkerer Wind erfordert ein schnelleres Modell. Ihre F1E-Flugzeuge bauen Bleuers mehrheitlich selber, natürlich mit tatkräftiger Unterstützung von Vater, respektive Grossvater, Kurt Bleuer. (lrb)