Messen
Ermöglicht das Budget eine Steuersenkung?

Der Gemeinderat von Messen hat in seiner letzten Sitzung das Budget 2018 beraten. Die Finanzlage der Gemeinde ist gut, die Frage nach einer Steuerfussreduktion drängt sich auf.

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Die Gemeinde will das Budget mit einem Steuerfuss von 125 Prozent und mit möglichen 120 Prozent durchrechnen. (Symbolbild)

Die Gemeinde will das Budget mit einem Steuerfuss von 125 Prozent und mit möglichen 120 Prozent durchrechnen. (Symbolbild)

Keystone

Finanzverwalter Géo Voumard hatte gestützt auf die Eingaben der Ressorts das Budget 2018 zusammengestellt. «Es reiht sich als Highlight ein in die guten Ergebnisse der letzten Jahre», würdigte Gemeindepräsident Bernhard Jöhr den Erfolg von 214'000 Franken.

Der Finanzverwalter zeigte auf, dass in den letzten Jahren – auch dank der Fusion mit Balm, Oberramsern und Brunnenthal – für Messen neben dem soliden Steuervolumen verschiedenste Rahmenbedingungen «optimal gelaufen» seien. Für die Gemeinde als Besitzstandwahrer habe sich der Kantonale Lasten- und Finanzausgleich (für 2018 letztmals mit 1,022 Mio. Franken aufgeführt) sehr positiv ausgewirkt. Zudem habe die Gemeinde beim Übergang von HRM1 zu HRM2 grosse Abschreibungen bei den Investitionen fürs Schulhaus, Feuerwehrmagazin, Mehrzweckhalle und weiterer Infrastrukturaufgaben tätigen können, die sich als Reduktion auf Abschreibungen im Folgejahr auswirkten.

Der für 2018 geplante Haushalt umfasst einen Aufwand von 7,44 Mio. gegenüber einem Ertrag von 7,66 Mio. Franken. Im Finanzbereich werden 5,44 Mio. Franken erwartet. Die Prognose der Erfolgsrechnung zeigt einen betrieblichen Aufwand von 7,3 Mio. und einen betrieblichen Ertrag von 6,7 Mio. Franken. Obwohl Voumard warnte, die gute Finanzlage «nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen», drängte sich doch die Frage nach einer Steuerfusssenkung auf. Dafür will er zur 2. Budgetlesung den Finanzplan anpassen und das gesamte Ergebnis nochmals mit dem augenblicklichen Steuerfuss 125 Prozent und danach mit möglichen 120 Prozent durchrechnen. Erst danach will sich der Rat für den Vorschlag an die Gemeindeversammlung entscheiden.

Das Eigenkapital belief sich Ende 2016 auf 3,3 Mio. Franken. Die Investitionsrechnung umfasst bei erwarten Einnahmen von 403'000 Franken Ausgaben für den Schul-Pausenplatz, Strassenbau, eine noch näher zu benennende Ausgabe im Abwasserbereich, die voraussichtlichen Kosten der Ortsplanungsrevision (150'000 Franken) und den Projektkredit für den Strassenbau am Rainacker Oberramsern mit 110'000 Franken.

Über die beiden letzten Geschäfte befindet die Gemeindeversammlung. Zuhanden dieser legte der Rat ausserdem den Stellenplan fest. Die Verwaltung erhält wie bisher 78 Prozent, die Finanzen 100, das Bauwesen 60 bis 80 und der Werkhof 200 Prozent. Die Hauswartpensen wird der Gemeinderat definieren. Die budgetierten Personalkosten inklusive Sozialleistungen belaufen sich auf 793'000 Franken.

Postangebot in Messen

Noch erfreut sich die Gemeinde an den Dienstleistungen ihrer Poststelle im Dorf. Doch Gespräche, zu denen die Postverwaltung eingeladen hat, zeigen, dass sie innerhalb zwei Jahren eine Änderung anstrebt. Dies, weil die Betriebszahlen der örtlichen Poststelle rückläufig seien. Gemeinderätin Sandra Nussbaumer verwies auf den öffentlichen Auftrag der Post und auf die Emotionalität, die dieses Thema überall dort auslöse, wo die Poststelle abgebaut werde, zumal dies für ältere Personen zu deutlichen Einschränkungen führe.

Der Gemeinderat beschloss, die Bevölkerung via Homepage über Möglichkeiten zur künftigen Lösung für Dienste der Post zu informieren. Wie anderswo besteht ein Modell in einer Agentur, die einem Geschäft in Messen oder der Gemeindeverwaltung- angegliedert werden könnte, sowie mit Hausbelieferung in den drei Ortsteilen. Damit wären, so Jöhr, 97 Prozent der postalischen Dienstleistungen abgedeckt. (Gundi Klemm)

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