Budgetiert war ein kleiner Aufwandüberschuss von 4'150 Franken. Dank dem grossen Ertragsüberschuss kann die Gemeinde zusätzliche 99'000 Franken auf dem Verwaltungsvermögen abschreiben, so dass in der Rechnung ein Nettoergebnis von 385'000 Franken resultiert.

Dieses wird vollumfänglich dem Eigenkapital gutgeschrieben, welches sich damit auf rund 1,5 Millionen Franken beläuft.

«Der Jahresabschluss darf als positiv und erfreulich bezeichnet werden», erklärte Stefan Schluep vom Ressort Finanzen. Man müsse sich aber auch bewusst sein, dass der Blick auf den Finanzplan in den nächsten Jahren namhafte Investitionen anzeige und man vor grossen Herausforderungen stehe. Insbesondere sprach er die Sanierung des Schulhauses an. Er unterstrich, dass Verwaltung, Gemeinderat und Kommissionen sehr budgettreu mit den Finanzen umgegangen seien.

Grössere Abweichungen vom Budget sind insbesondere bei den Steuern zu verzeichnen. Dort sind die Einnahmen in fast allen Bereichen deutlich höher als geplant. Hingegen sind die Ausgaben in der sozialen Sicherheit gestiegen, so etwa die gebundenen Ausgaben an den Kanton für IV und AHV sowie die Beiträge an den Lastenausgleich Sozialhilfe.

Die Investitionsrechnung weist eine Nettoinvestitionssumme von 461'000 Franken auf. Diese Summe ist nur halb so gross wie eigentlich budgetiert, was vor allem am mangelnden Fortschritt der geplanten Bauwerke und Projekte liege. So habe sich der Baustart der Erschliessung Muer (380'000 Franken) verschoben, das Projekt wird erst jetzt realisiert. Auch wurde das neue Feuerwehrfahrzeug nicht angeschafft.

Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt neu 1500 Franken, was einer mittleren Verschuldung entspricht. Die massive Reduktion der Pro-Kopf-Verschuldung, die 2014 noch 3000 Franken betrug, ist einerseits auf das gute Ergebnis 2015 zurückzuführen. Andererseits liege dies daran, dass im Rahmen der Einführung von HRM2 das Finanzvermögen neu bewertet wurde. Schnottwil ist eine der Pilotgemeinden des neuen harmonisierten Rechhnungsmodells und befindet sich bereits im zweiten Umsetzungsjahr des neuen Modells, welches 2016 flächendeckend bei allen Einwohnergemeinden eingeführt wurde.

Der Gemeinderat hat die Rechnung einstimmig zu Handen der Gemeindeversammlung genehmigt.