2016 hat der Spar- und Leihkasse Bucheggberg AG (SLB) Freude bereitet. So kann sie trotz Negativzinsen und zunehmenden Regulierungen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken und belegt zudem in einer Studie, in welcher 91 Schweizer Banken auf Rentabilität, Risiko und Struktur getestet wurden, den 10. Platz (wir berichteten). An der Generalversammlung vom Samstag verbuchte die SLB zudem einen Teilnehmerrekord. 537 Aktionäre hatten den Weg in die Mehrzweckhalle in Lüterkofen gefunden. Sie vertraten 1435 Stimmen, wie Theodor F. Kocher (Präsident des Verwaltungsrats) mit sichtlicher Freude ergänzte. Abgerundet wurde das Erfolgsjahr durch die Entscheide der anwesenden Aktionäre: Alle Anträge des Verwaltungsrats wurden einstimmig genehmigt.

Konservative Werte als Erfolgsrezept

Ihre Werte hat die Bank verinnerlicht: Verfolgt werde ein vorsichtiger und konservativer Kurs; an Altbewährtem halte man fest, so Kocher. Den Anwesenden versprach er zudem: «Wir tätigen auch in Zukunft nur Geschäfte, die wir hundertprozentig verstehen und die wir unter Kontrolle haben.» Weiter stände für die Kundenberater die Zufriedenheit der Kunden im Zentrum, wozu eine stabile Beziehung zum Kunden beitrage. Diese werde durch langjährige Mitarbeiter gewährleistet, was ein Blick auf die Dienstjubiläen bestätigte.

Auch wenn sich ihr Vorgehen bewähre, dürfe die Bank aber nicht stehenbleiben. So habe man im letzten Jahr eine Kundenumfrage durchgeführt, die neben einer hohen Zufriedenheit einige Bereiche aufgedeckt habe, in denen sich die Bank verbessern könne. Unter anderem werde man den Bereich Digitalisierung für die Kunden ausbauen. Zudem stellte Kocher zwei neue Kooperationspartner vor. Im Bereich Vermögensverwaltung arbeitet die SLB künftig mit der INVESTAS zusammen, welche an der GV durch CIO Marco Fumasoli vertreten war. In der Finanz- und Pensionsplanung erhält die Bank Unterstützung durch Theres Rüegsegger und ihre Firma, Rüegsegger Finanz.

Solide Zahlen trotz schwierigen Umständen

Die Jahresrechnung präsentierte der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Thomas Vogt. In der Bilanzsumme konnte eine Steigerung um 8 Prozent verzeichnet werden, sie lag Ende 2016 bei 566,5 Millionen Franken. Der Jahresgewinn liegt mit 953 000 Franken 2,14 Prozent über demjenigen des Vorjahres. Auf der anderen Seite erhöhte sich der Geschäftsaufwand um 2,9 Prozent auf 4,6 Millionen Franken. Die Aktionäre stimmten der Jahresrechnung sowie der Gewinnverwendung zu. So bleibt die Dividende bei 70 Franken, die Zuweisung an die freiwillige Gewinnreserve beträgt 525 000 Franken und der Vortrag auf die neue Rechnung 55 854 Franken.

Auch dem Wunsch nach Kontinuität gaben die Aktionäre statt. So bleibt der Verwaltungsrat in der bisherigen Zusammensetzung; die Mitglieder wurden alle für das kommende Jahr wiedergewählt. Weiter bleibt die PricewaterhouseCoopers AG aus Zürich der Bank als Revisionsstelle erhalten. Und auch beim geselligen Teil setzte die Bank auf Altbewährtes: Die Aktionäre waren im Anschluss an die GV zur traditionellen Berner Platte eingeladen, dies an mehreren Orten gleichzeitig.