Und das, obwohl im Budget eigentlich ein leichter Aufwandüberschuss vorgesehen war. „Es geht uns gut nach der Fusion“, sagte der Gemeindepräsident Thomas Fischer. Zwei Jahre und fünf Monate nach dem Zusammenschluss habe man nun zwei vergleichbare Rechnungsabschlüsse, welche beide erfolgreiche Resultate zeigen. „Damit haben wir die Fusion zum zweiten Mal bestätigt.“ Zum guten Resultat hätten neben der konsequenten Kostenkontrolle auch der Finanzausgleich und Nachtaxationen geführt. „Die Budgetverantwortlichen haben einen guten Job gemacht“, lobte Fischer. Zudem erhielt man einen einmaligen Betrag von rund 67 000 Franken als Dividendenzahlung der AEK-Aktien.

Der gute Rechnungsabschluss ermöglichte zusätzliche Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen, welche nicht budgetiert waren. Abgeschrieben werden rund 111 000 Franken und zwar für Schulhaus, Turnhalle und Feuerwehrfahrzeug.

Während die meisten Positionen tiefer als budgetiert abgeschlossen haben, gibt es aber auch einige Überschreitungen. So etwa die gesetzliche Sozialhilfe oder die Gemeindestrassen.

Die Investitionsrechnung verzeichnet eine Nettoinvestitions-Abnahme von rund 114 000 Franken.

Trotz der guten Rechnungsresultate machte der Gemeindepräsident auf einen kritischen Faktor aufmerksam. Die Steuereinnahmen der natürlichen Personen liegen nämlich leicht unter den Budgeterwartungen. „Wenn wir unsere Ortsplanung anschauen, sehen wir zudem, dass wir nicht viel Wachstum generieren können“, so Fischer. Höhere Steuereinnahmen seien somit in den folgenden Jahren nicht zu erwarten.

Kredit für Drainagen

Im Weiteren genehmigte die Gemeindeversammlung einen Kredit von 470 000 Franken zu Gunsten der Flurgenossenschaft. Diese plant, die landwirtschaftlichen Drainagen zu unterhalten und instand zu stellen. Das ganze Projekt generiert Kosten von rund 470 000 Franken und wird über die Wintermonate 2016 bis 2018 realisiert. Bund und Kanton werden diese Kosten zu 53 Prozent übernehmen, für den Rest müssen Flurgenossenschaft und Landeigentümer aufkommen. Für die Gemeinde selbst entstehen keine Kosten. Sie stellt lediglich den Kredit zur Verfügung, welcher dann mit einer Verzinsung von 1,5 Prozent zurückbezahlt wird.

Zum Schluss informierte der Gemeindepräsident über aktuelle Projekte. Demnächst werde das Leitbild Drei Höfe an einem Informationsanlass vorgestellt und diskutiert, damit es in der Budgetgemeindeversammlung genehmigt werden kann.

Bedenken, die laut Fischer in der Luft liegen, betreffen das Fusionsprojekt „Top 5“, welches auch für die Drei Höfe gewichtige Konsequenzen hätte. „Damit würde das Wasseramt vier grosse Gemeinden mit Leitfunktion verlieren.“