Club-Anlass
Entwickler Campi: «Das Attisholz Areal hat ein enormes Potenzial»

Im Attisholz Nord organisierte der Savoir vivre Club einen Anlass für seine Mitglieder. Der Titel: «Vom Industriestandort zum Dorfquartier».

Yvonne Aregger
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Der Club-Abend «Vom Industriestandort zum Dorfquartier» organisiert von Savoir vivre Solothurn
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Savoire Vivre Club im Attisholz Nord
 «Das Attisholz Areal hat ein enormes Potenzial und wir wollen dieses nutzen und zeigen, was hier alles möglich ist», erklärt Andreas Campi, Leiter Entwicklungen bei Halter Immobilien.
 Referat von Andreas Campi, Leiter Entwicklungen bei Halter Immobilien
 Karin Heimann stellt Andreas Campi Fragen
 Das Referat von Werne Feller dreht sich um die Kunst auf dem Areal und das von ihm initiierte Projekt «Kettenreaktion» im Jahr 2016.
 Beim anschliessenden Apéro vor der Kantine Attisholz wird angeregt diskutiert.

Der Club-Abend «Vom Industriestandort zum Dorfquartier» organisiert von Savoir vivre Solothurn

Hanspeter Bärtschi

Der Savoir vivre Club organisierte für seine Mitglieder einen Anlass auf dem Areal Attisholz. Der Club des Standortförderers espace Solothurn ist eine Netzwerk-Plattform und richtet sich an die regionalen Unternehmen und deren neu zugezogene Fach- und Führungskräfte sowie an Pendler in der Region. Der Anlass in der ehemaligen Zellulosefabrik Attisholz stand unter dem Titel «Vom Industriestandort zum Dorfquartier». Thema war die Umwandlung des ursprünglichen Industriegeländes durch die Zürcher Immobilienfirma Halter AG, die Gemeinde Riedholz und den Kanton Solothurn.

Nachdem sich alle Teilnehmer in der «Kantine Attisholz» eingefunden haben, begrüsst Karin Heimann, Präsidentin von «espace Solothurn Marketing» die Anwesenden. Für den Abend sind zwei Referenten organisiert. Zum einen Andreas Campi, Leiter Entwicklung der Firma Halter AG, zum anderen Werne Feller, der Initiator des Kunstprojekts Attisholz.

Vergangenes und Künftiges

«Die Vision wird manifest» – so lautet der Titel des Referats von Andreas Campi. Mit Bildern und Zahlen zeigt er auf eindrückliche Weise die Vergangenheit und die Zukunft des Attisholz Areals auf. «Das Attisholz Areal hat ein enormes Potenzial und wir wollen dieses nutzen und zeigen, was hier alles möglich ist», erklärt Campi. Zum Vergleich stellt er den Zuhörerinnen und Zuhörern ein anderes Projekt der Halter AG vor. «Wir haben in Schlieren ein Industriegebiet in ein Wohnquartier umgewandelt.» Es brauche Zeit, damit sich solche Projekte entwickeln können. «Evolution statt Revolution ist ein wichtiger Punkt für uns.» Der Zeitplan der Firma für das Attisholz Areal erstreckt sich bis ins Jahr 2043.

Campi unterstreicht darauf die Pluspunkte, die das Areal zu bieten hat. «Das Fabrikgelände Attisholz hat nicht nur eine Geschichte, sondern weist auch eine geeignete Grösse und eine gute Lage auf. Wir befinden uns direkt an der Aare, haben den Jura im Rücken und eine Orientierung nach Süden.» Ausserdem entwickle sich derzeit auf der Südseite der Aare mit dem Bau des Biopharmaunternehmens Biogen ein industrielles Gebiet.
«Die Entwicklung des Areals dient nicht nur uns, sondern auch der Gemeinde Riedholz. Attisholz Nord wird ein neuer Dorfteil», erklärt Campi. Das alles brauche aber viel Zeit, aber dennoch werde die Vision Schritt für Schritt manifest.

Die Büchse der Pandora

Das Referat von Werne Feller dreht sich um die Kunst auf dem Areal und das von ihm initiierte Projekt «Kettenreaktion» im Jahr 2016. Auch heute noch ist das Areal ein Ort der Kunst, Feller und Campi arbeiten dabei Hand in Hand.

«Es ging 2016 darum, etwas Bestehendes umzuwandeln. Die Transformation stand dabei im Vordergrund», erklärt Feller. Für das Projekt habe er bewusst Künstler angeworben, die auf der Strasse arbeiten oder in der Natur. «Die Künstler sollten Kritik üben und frech sein, das war das Ziel. Ausserdem arbeiteten sie während des Projekts nicht nur auf dem Areal, sondern lebten auch hier.»

Nachdem die Kunstschaffenden das Gelände und die Räume entdeckt und erkundet hatten, richteten sie Ateliers ein. «Dadurch, dass wir das Areal für die Künstler zugänglich machten, haben wir gewissermassen eine Büchse der Pandora geöffnet. Daraus entstand eben eine Kettenreaktion.» Die Kettenreaktion sei noch lange nicht vorbei, gestern wurde auf dem Areal die Vernissage der Ausstellung «Sandwich Between Walls» gefeiert. Gezeigt werden Atelierarbeiten der grossflächigen Malereien an den Gebäudefassaden.

Nach dem Referat von Feller erfolgt das Schlusswort durch Peter Riedweg, Präsident Standortförderung espace Solothurn. Beim anschliessenden Apéro vor der Kantine Attisholz wird angeregt diskutiert. Ausserdem erhalten die Clubmitglieder an diesem Abend die Möglichkeit, sich die noch nicht eröffnete Ausstellung anzusehen, sowie Teile des Areals.

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