Defizit
Entlastungskanal belastet die Kasse Obergerlafingens

Die Investition hat die Gemeinde eine Million gekostet. Das Defizit wurde bereits vorhergesehen.

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Der Entlastungskanal hat die Gemeinde eine Million Franken gekostet – das drückt auf das Pro-Kopf-Vermögen. (Symbolbild)

Der Entlastungskanal hat die Gemeinde eine Million Franken gekostet – das drückt auf das Pro-Kopf-Vermögen. (Symbolbild)

Urs Lindt

Fast einen Sololauf absolvierte Gemeindepräsident Beat Muralt (FDP) an der Gemeindeversammlung. Gerade 19 Obergerlafinger fanden sich ein, um die Rechnung zu genehmigen. Einwände hatten sie keine, obwohl der Aufwandüberschuss mit rund einer Viertelmillion Franken nicht erfreulich ist.

Allerdings war das Defizit vorausgesehen worden. Ob eine erneute Steuererhöhung nötig wird, werde man im Verlauf des Herbstes sehen, sagt Muralt. «Diese Frage klären wir bei der Budget-Diskussion.» Entscheidend wird sein, wie sich das neue Rechnungslegungsmodell HRM 2 und der neue Finanzausgleich auf die Gemeindekasse auswirken. Allerdings habe man nie die Ambition gehabt, die steuergünstigste Gemeinde zu sein. Dank flachen Strukturen ist die Steuerbelastung in Obergerlafingen dennoch seit vielen Jahren moderat.

«Wehgetan» hat die Investition von rund einer Million Franken in den Entlastungskanal der Kanalisation an der Kriegstettenstrasse. Das drückt auf das Pro-Kopf-Vermögen, das um rund 1'000 Franken auf 3'000 Franken schrumpfte. Kenntnis genommen hat die Gemeindeversammlung von zwei Kreditabschlüssen für den Ersatz des Feuerwehrfahrzeugs und für die Sanierung der Strassenbeleuchtung. (crs)