Biberist
Entlang der Strasse soll verdichtet gebaut werden

Das Gebiet zwischen der Blümlisalpstrasse, der Solothurnstrasse und der Bahnlinie in Biberist soll umgenutzt und umgezont werden.Der Gestaltungsplan Egelmoos geht jetzt an den Regierungsrat.

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Die alten Gebäude werden abgerissen und durch Mehrfamilienhäuser ersetzt.

Die alten Gebäude werden abgerissen und durch Mehrfamilienhäuser ersetzt.

Rahel Meier

Der Standort liegt heute in der Gewerbezone Ga. Ein Teil des Areals wird noch genutzt, der nördliche Teil hingegen liegt brach. Die heute bestehenden Bauten sollen abgerissen werden. Der vordere, nördlichste Teil, entlang der Solothurnstrasse soll in die Wohnzone W4 umgezont und der Rest des Areals in die Wohnzone W3b überführt werden.

Der Gestaltungsplan weist drei Baufelder auf. Das Baufeld A liegt im nördlichsten Teil des Gestaltungsplanperimeters und soll mit einem viergeschossigen Gebäude, mit rückspringendem fünften Geschoss bebaut werden. In der Wohnzone W4 sind öffentliche Bauten, Geschäfts- und Wohnbauten sowie nicht störende Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe zulässig. Die maximale Ausnützung wird mit 1860 Quadratmeter Bruttogeschossfläche deklariert, davon sollen maximal 700 Quadratmeter, ausschliesslich im Erdgeschoss, als Verkaufsfläche genutzt werden können. Die Gebäudehöhe liegt laut Sonderbauvorschriften bei 16,5 Meter.

Die Baufelder B und C sollen als Wohnbauten genutzt werden, dabei sind nicht störende Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe ebenfalls zugelassen. Die maximale Gebäudehöhe beträgt hier 13,5 Meter, die maximale Bruttogeschossfläche 1090 Quadratmeter. Die drei länglichen Baukörper werden versetzt zueinander in Ost-West-Richtung angeordnet, um die Durchsicht in Richtung Süden zu ermöglichen.

Verdichtete Bauweise

Das Amt für Raumplanung befand die Planung in der Vorprüfung als sinnvoll. Eine verdichtete Bauweise an dieser zentralen Lage mit sehr guter Erschliessung, auch durch den öffentlichen Verkehr, sei zu begrüssen. Auch die Zonierung wurde als zweckmässig empfunden. Mit dem Bau entlang der Solothurnstrasse werde die strassennahe Lage städtebaulich gesehen betont, und die dahinterliegenden Bauten würden optisch und auch lärmtechnisch abgeschirmt. An das Areal grenzt dreiseitig Wohnzone W2, abgetrennt durch Strassen oder die Bahnlinie. Zudem sind einige der Bauten kleinere Mehrfamilienhäuser. «Die vorgesehene Zonierung passt gut ins Quartier», so das Amt für Raumplanung.

Mit dem Gestaltungsplan wird auch ein öffentlicher Fuss- und Radweg ausgewiesen, der von der Solothurnstrasse Richtung Bahnhof RBS und Lohn-Ammannsegg führt. Der Weg soll durch Hochstammbäume und einheimische Büsche visuell abgegrenzt werden. Das öffentliche Trottoir entlang der Solothurnstrasse bleibt bestehen, und entlang der Blümlisalpstrasse wird ein zusätzliches erstellt. Die Überbauung wird via Blümlisalpstrasse erschlossen. Geplant sind eine gemeinsame Autoeinstellhalle mit 39 bis 46 Plätzen und 17 bis 25 oberirdische Besucher- und Kundenparkplätze.

Der Gestaltungsplan wurde Anfang Jahr aufgelegt. Mehrere Einsprachen gingen ein. Als störend wurde vor allem die Höhe der Bauten empfunden. Im Juni wurden alle Einsprachen im Gemeinderat abgelehnt. Die Beschwerdefrist beim Bau- und Justizdepartement verging ungenutzt. Damit kann die Planung zur Genehmigung beim Regierungsrat eingereicht werden. (szr)

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