Regio Energie Solothurn
Energiepreis geht an Wärmetausch-Projekt in Derendingen

Der Energiepreis 2018 der Regio Energie Solothurn geht dieses Jahr an zwei Unternehmen: Die Brönnimann Industrielackierwerke AG und die Vogt Schild Druck AG erhalten den Preis für ihr gemeinsames Wärmetausch-Projekt in Derendingen.

Wolfgang Wagmann
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Pro Jahr können 250'000-350‘000 kWh Wärme aus der Druckerei zum Industrielackierwerk geführt werden.

Pro Jahr können 250'000-350‘000 kWh Wärme aus der Druckerei zum Industrielackierwerk geführt werden.

Thomas Ulrich

Der Energiepreis 2018 der Regio Energie Solothurn geht dieses Jahr an zwei Unternehmen: Die Vogt Schild Druck AG und die Brönnimann Industrielackierwerke AG in Derendingen. Die Firma ist eines der führenden Industrielackierwerke der Schweiz. Das Unternehmen beschäftigt 62 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wickelt pro Tag rund 40 Aufträge ab, lackiert und beschichtet Gussteile und Geräte aus der Medizinaltechnik, dem Maschinen- und Apparatebau, für die Lebensmittelindustrie und die Fahrzeugtechnik.

Direkt neben dem Lackierwerk, westlich der Autobahn A1, befindet sich die Vogt Schild Druck AG, das national tätige Druckunternehmen im Besitz der AZ Medien. Hier arbeiten 112 Mitarbeitende, die über 100 Zeitschriften und vieles mehr produzieren. Die Herstellung dieser Druckprodukte erfolgt in der Vogt Schild Druck AG auf einer Rollenoffset-Druckmaschine, die über einen grossen Trocknungsofen verfügt.

Dieser ist Ausgangspunkt der nachhaltigen Energielösung der beiden Unternehmen. Für die Trocknung der Druckfarbe sind bei der Vogt Schild Druck AG hohe Temperaturen erforderlich, deren Restwärme seit längerer Zeit zur Beheizung der eigenen Räumlichkeiten genutzt wird. Seit 2014 nutzt auch der Nachbarbetrieb die Abwärme zum Heizen. Seit September 2016 wird diese Abwärme aber auch für die Fertigung im Lackierwerk genutzt.

Als Mitglieder der Schweizer Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) bemühen sich sowohl die Vogt Schild Druck AG wie auch die Brönnimann AG um die Reduktion des CO2-Ausstosses und die Steigerung der Energieeffizienz. Im Rahmen dieser Anstrengungen entwickelten die beiden Unternehmen die Idee eines Wärmetauschs. Nach rund drei Monaten Bauzeit konnte die Anlage im September 2016 in Betrieb genommen werden. Pro Jahr können schatzungsweise 250'000 bis 350'000 KilowattstundenWärme aus der Druckerei zum Industrielackierwerk geführt werden, was den Bedarf an anderen Energiequellen massiv senkte.

Auch neben diesem Grossprojekt suchen beide Unternehmen laufend nach Lösungen, um die Umwelt zu schonen. So ht die Vogt Schild Druck AG hat die Beleuchtung auf energieschonenderes LED umgestellt und spart dank Grundwasserkühlung der Druckanlagen weitere Energie. (res)