Seit 32 Jahren führt Urs Bucher seinen Betrieb in Kriegstetten. Bei der Liegenschaft handelt es sich immer um das gleiche Gebäude: Aber vor drei Jahren wurde aus dem «Kreuz» das «Pisoni». Ausserdem setzte Bucher mit dem «Pisoni» seine neue Philosophie um. Authentische Gastronomie, zubereitet in der offenen Küche, mit Zutaten lokaler Kleinproduzenten. Ende Jahr ist nun Schluss. Bucher übergibt die Wasserbar, das Pub, den Garten und das Restaurant Pisoni an Sarah Schmutz. Sie arbeitet seit drei Jahren im Betrieb und ist bereits die rechte Hand Buchers.

Von der Pike auf gelernt

Sarah Schmutz ist in einem Gastbetrieb aufgewachsen. Ihre Eltern führten einen Betrieb mit Bäckerei und Confiserie. «Meine Lehre habe ich dann in einem Landgasthof absolviert», meint sie. Sie hatte Einblick in diverse Gastronomiebereiche, so auch in ein Gourmetrestaurant. «Ich übernehme jetzt aber zum ersten Mal die Verantwortung für einen ganzen Betrieb.» Man werde nicht viel vom Abgang Buchers merken.

Der Betrieb werde im bewährten Stil weitergeführt, meint Sarah Schmutz. «Kalle, meinen Hund, nehme ich aber mit», lacht Urs Bucher. Er freut sich, dass er seinen Betrieb in bewährte Hände übergeben kann. Es sei zudem schön, dass das Konzept der authentischen Gastronomie weitergeführt werde. «Wir backen das Brot selbst, machen die Teigwaren selbst», nennt er zwei Beispiele.

«Sarah ist eine gute Gastgeberin, sie kann mit den Gästen umgehen», meint Bucher. Und sie ergänzt: «Ich möchte das ‹Pisoni› noch stärker zu einem Treffpunkt für die Dorfvereine und die Bevölkerung machen.» Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben im Restaurant. Nur Antonio Martins, der seit 32 Jahren mit Urs Bucher zusammen arbeitet und immer die treue Seele im Service war, hört auf.

Ustrinkete vor Weihnachten

Am 23. Dezember soll Austrinkete sein im «Pisoni». Wer Urs Bucher kennt, kann sich ausrechnen, dass er mit 63 Jahren die Hände nicht in den Schoss legen wird. Tatsächlich will er sich schon bald in einem sozialen Projekt engagieren, dass allerdings mit seinen bisherigen Tätigkeiten zusammenhängt. «Ich habe mein ganzes Leben in der Gastronomie verbracht. Ganz komme ich nicht weg davon.» Noch will er nicht allzu viel verraten. «Es gibt noch diverse Hürden zu überspringen, bis das Projekt tatsächlich zustande kommt.»