Einmal mehr konnte am Neujahrsabend der Jodlerklub «Bärgblueme» Luterbach vor ausverkauftem Haus sein reichhaltiges Können in Sachen Jodlergesang unter Beweis stellen. Was vor nunmehr gut 60 Jahren in der antiken Turnhalle von Luterbach begann, erlebte nach dem erstmaligen Auftritt der talentierten jungen Alphorn Bläserin Anna von Rohr und ihrem Förderer Ruedi Bauriedl aus Selzach erneut einen neuen Höhepunkt. Es gelang den Organisatoren nämlich, aus dem Eggiwil die Jodler- und Örgelifamilie Leuenberger nach Luterbach zu verpflichten.

Die junge Landwirtefamilie mit Vater Edwin, Mutter Marianne und den drei Kindern Nadja, Lukas und Mathias vermochten mit ihren Auftritten und den klaren Stimmen die Besucher zu begeistern und durften nach ihrem jeweiligen Einsatz den lange anhaltenden Applaus geniessen. Sogar nach dem Theaterstück und dem gemeinsamen Chorgesang geizten die Emmentaler Gäste nicht und waren noch für eine weitere Zugabe bereit.- Bravo!

Vielseitiges Konzert

Das Neujahrskonzert unter der bewährten Leitung von Heinz Jost, bot eine ausgewogene Palette schönster Jodellieder. Dazwischen konnten die Besucher immer wieder den Auftritt der Schwyzerörgelfründe Dysli, Flück, Hehlen, Sutter und Zbinden geniessen. Den Auftakt machte der Jodlerchor mit dem Lied «Häb Freud am Läbe» von Ernst Sommer.

Der 1989 verstorbene Berner Komponist hat in seinem Leben weit über 100 Werke geschrieben und war mit so grossen Namen wie Jakob Ummel, Hans Schweingruber wie auch dem Bieler Clemenceau befreundet. Weitere Lieder sangen die «Bärgblüemler» auch vom bekannten Jodlervater Oskar Friedrich Schmalz. Der Konolfinger hat bekanntlich viele alte Lieder gesammelt und mit neuen Jodeln versehen und sie so der Nachwelt erhalten.
Eine recht verzwickte Sache war dann im zweiten Teil der Zweiakter «S Zitigsinserat».

Ein Lustspiel von Carmelo Pesenti. Es berichtet wie zwei Studenten, die dem Knecht des einen Vaters zu einer Freundin verhelfen sollten. Eine Story, die nach einem komplizierten Lügengebilde schliesslich doch noch zu einem guten Ende führte, wenn auch nicht ganz ohne Sorgen.