Hochwasserschutz
Emme-Flussbett soll doppelt so breit werden: Im Mai beginnt das grosse Bauen

Das Projekt Hochwasserschutz und Revitalisierung Emme geht in die nächste Etappe: Nach umfangreichen Rodungen und Deponiesanierungen in den der letzten 18 Monaten, beginnen nun die eigentlichen Wasserbauarbeiten unterhalb des Wehrs Biberist.

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Hochwasserschutz Emme: Baustart im Mai 2018
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Damit geht das Projekt Revitalisierung Emme in die nächste Etappe.
Mit der Revitalisierung soll unter anderem ein wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere entstehen. (Im Bild: Eisvogel)

Hochwasserschutz Emme: Baustart im Mai 2018

Zur Verfügung gestellt

Die Emme schlängelt sich heute in einem rund 20 Meter breiten Flussbett von Biberist Richtung Aare. Künftig soll sie bis zu 40 Meter und mehr Platz haben. Dadurch vergrössert sich die Abflusskapazität und das Hochwasserrisiko sinkt. Gleichzeitig entsteht wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Anfangs Mai starten die Wasserbauarbeiten im Raum Biberist/Derendingen. Damit befindet sich das Projekt im Fahrplan – sowohl zeitlich als auch finanziell.

Wasserbauarbeiten – das wird gemacht

Obwohl die Emme in Zukunft ein viel breiteres Flussbett zur Verfügung haben wird, sind streckenweise neue Dämme notwendig, um die geforderte Hochwassersicherheit zu erreichen. Im Bereich der beiden inzwischen sanierten Deponien - Bioschlammdeponie Biberist und Kehrichtdeponie Schwarzweg -entstehen zudem Überflutungsflächen.

Gleichzeitig werden bestehende Uferverbauungen erneuert und der Flusslauf ökologisch aufgewertet. Dabei werden beispielsweise bestehende Schwellen zu fischgängigen Blockrampen umgebaut oder Stillgewässer für Amphibien erstellt.

Rodungen an der Emme Biberist/Derendingen
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Mit dem Vollernter können zwei Mann einen grossen Baum in wenigen Minuten fällen.
Schön sichtbar: Die diversen farbigen Markierungen an den Bäumen, die die Waldarbeiter beachten müssen. Die Arbeiten finden nicht nur entlang der Emme, sondern auch nahe von Häusern statt.
Die Bäume, die stehen bleiben, werden nächsten Frühling im Ufer der Emme verbaut.

Rodungen an der Emme Biberist/Derendingen

Hanspeter Bärtschi

Gesamtprojekt im Fahrplan

Die Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekt an der Emme wird rund 73,6 Millionen Franken kosten. Es ist das grösste Wasserbauprojekt, das der Kanton je an die Hand genommen hat. Zeitlich und finanziell ist das Projekt auf Kurs: Die Deponiesanierungen konnten zeitgerecht abgeschlossen werden. Die Deponien waren zwar grösser, als man nach den Vorabklärungen annehmen musste und das Deponiematerial verschmutzter, der Kostenvoranschlag konnte jedoch trotzdem eingehalten werden.

Beeinträchtigungen und Einschränkungen

Während den Wasserbauarbeiten sind die Wege entlang der Emme aus Sicherheitsgründen zeitweise nicht zugänglich. Umleitungen werden frühzeitig bekannt gegeben und signalisiert. Die Bauherrschaft und die beauftragten Unternehmen bemühen sich, die Beeinträchtigungen auf ein Minimum zu beschränken. Die Arbeiten in diesem Abschnitt (Los 4) beginnen Anfang Mai 2018 und dauern voraussichtlich bis Ende 2019. Das gesamte Projekt soll Ende 2020 abgeschlossen werden.

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