Die Emme schlängelt sich heute in einem rund 20 Meter breiten Flussbett von Biberist Richtung Aare. Künftig soll sie bis zu 40 Meter und mehr Platz haben. Dadurch vergrössert sich die Abflusskapazität und das Hochwasserrisiko sinkt. Gleichzeitig entsteht wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Anfangs Mai starten die Wasserbauarbeiten im Raum Biberist/Derendingen. Damit befindet sich das Projekt im Fahrplan – sowohl zeitlich als auch finanziell.

Wasserbauarbeiten – das wird gemacht

Obwohl die Emme in Zukunft ein viel breiteres Flussbett zur Verfügung haben wird, sind streckenweise neue Dämme notwendig, um die geforderte Hochwassersicherheit zu erreichen. Im Bereich der beiden inzwischen sanierten Deponien - Bioschlammdeponie Biberist und Kehrichtdeponie Schwarzweg -entstehen zudem Überflutungsflächen.

Gleichzeitig werden bestehende Uferverbauungen erneuert und der Flusslauf ökologisch aufgewertet. Dabei werden beispielsweise bestehende Schwellen zu fischgängigen Blockrampen umgebaut oder Stillgewässer für Amphibien erstellt.

Gesamtprojekt im Fahrplan

Die Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekt an der Emme wird rund 73,6 Millionen Franken kosten. Es ist das grösste Wasserbauprojekt, das der Kanton je an die Hand genommen hat. Zeitlich und finanziell ist das Projekt auf Kurs: Die Deponiesanierungen konnten zeitgerecht abgeschlossen werden. Die Deponien waren zwar grösser, als man nach den Vorabklärungen annehmen musste und das Deponiematerial verschmutzter, der Kostenvoranschlag konnte jedoch trotzdem eingehalten werden.

Beeinträchtigungen und Einschränkungen

Während den Wasserbauarbeiten sind die Wege entlang der Emme aus Sicherheitsgründen zeitweise nicht zugänglich. Umleitungen werden frühzeitig bekannt gegeben und signalisiert. Die Bauherrschaft und die beauftragten Unternehmen bemühen sich, die Beeinträchtigungen auf ein Minimum zu beschränken. Die Arbeiten in diesem Abschnitt (Los 4) beginnen Anfang Mai 2018 und dauern voraussichtlich bis Ende 2019. Das gesamte Projekt soll Ende 2020 abgeschlossen werden.