Lohn-Ammannsegg
Einsprachen zur Planungszone beim Bahnhof eingegangen

Mehrere Einsprecher wehren sich gegen die vom Gemeinderat beim Gebiet Bahnhof Lohn-Ammannsegg verhängte Planungszone.

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Zwischen den beiden Silotürmen liegt das Bahnhofgebiet, das eine intensive Entwicklung erfahren soll.

Zwischen den beiden Silotürmen liegt das Bahnhofgebiet, das eine intensive Entwicklung erfahren soll.

Christof Ramser

Zur Auflage der Planungszone beim Bahnhof Lohn-Lüterkofen sind mindestens drei Einsprachen eingegangen. Dies bestätigt Gemeindeschreiber Stephan Richard. «Weitere können noch mit der Post eintreffen», erklärt der Gemeindeschreiber. Die Einsprachefrist lief am 30. Oktober ab.

Die Einsprachen werden voraussichtlich in der Dezembersitzung des Gemeinderates beraten. Der Planungszone beim Bahnhof liege eine planerische Bearbeitung des Gebietes vor. Anhand von vier Plänen wurde eine mögliche Entwicklung in den nächsten 15 Jahren skizziert. Die Pläne wurden an einer Grundeigentümer-Informationsveranstaltung präsentiert. «Es liegt auf der Hand, dass nun vonseiten der Grundeigentümer gegen die Planungszone Einsprachen erfolgten», erklärt Gemeindepräsident Markus Sieber.

Die Gemeinde werde die erarbeiteten Pläne nochmals mit den Grundeigentümern anschauen und danach im Gemeinderat beschliessen. Anschliessend soll die Planung zur Prüfung an den Kanton gehen. «Ich hoffe, dass wir im 2. Quartal 2016 die Bevölkerung zur Planung beim Bahnhof informieren können.» Bald soll dann auch die angestrebte Ortsplanungsrevision in Angriff genommen werden, mit deren Abschluss die Planungszone wieder aufgehoben würde.

Tor von und zum Bucheggberg

Das Entwicklungsgebiet beim Bahnhof kam in die Schlagzeilen, weil dort der Unternehmer Andreas Wyss (Wyss Zäune AG) ein Hochhaus bauen will. Der vom Regierungsrat genehmigte Teilzonen- und Gestaltungsplan ermöglichte eine Umzonung der Parzelle von der Industrie- in eine Mischzone und damit die Überbauung mit einem 9-stöckigen Gebäude. Genau diese Parzelle mit dem geplanten Hochhaus ist von der Planungszone ausgenommen, weil dieses Projekt laut Auflagebericht zur Planungszone der erwünschten Entwicklung im Perimeter entspricht.

Der Bahnhof Lohn-Lüterkofen soll als «Tor vom und zum Bucheggberg» sowie als Aufenthalts-, Dienstleistungs- und Umsteigeraum besser wahrgenommen werden. Ein entscheidender Faktor sind die Verkehrsflüsse. Der Kanton verlangte, dass der Raum zwischen Kantonsstrasse und RBS-Geleisen vertieft betrachtet wird. Die neuen Erkenntnisse liegen nun vor und sollen mit der Planungszone so lange gesichert werden, bis Lohn-Ammannsegg die Ortsplanungsrevision startet. (uby)