Lüterkofen-Ichertswil
Einsprachen wegen Kiesgrube Haulital eingegangen

Die Kiesgrube Haulital in Lüterkofen-Ichertswil soll erweitert werden. Fünf Einsprachen sind während der öffentlichen Auflage der geplanten Änderungen im kantonalen Richtplan eingegangen.

Severin Bommer
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Kiesgrube Haulital in Lüterkofen-Ichertswil

Kiesgrube Haulital in Lüterkofen-Ichertswil

Oliver Menge

In der Kiesgrube-Haulital kann ohne Gegenmassnahmen nur noch fünf Jahre Kies abgebaut werden. Die heutige Grube wird im Jahre 2023 abgeschöpft sein. Um dies zu verhindern, soll die Grube in Richtung Osten erweitert werden. Während der öffentlichen Auflage der geplanten Änderungen im kantonalen Richtplan sind fünf Einsprachen eingegangen. Rolf Glünkin, Leiter Abteilung Grundlagen/Richtplan beim Amt für Raumplanung: «Der Grossteil der Einsprachen bezieht sich auf die Grundwasserthematik, die Trinkwassersicherheit und den Quellenschutz. Eine Einsprache thematisiert die Erschliessung der Kiesgrube.»

Konkrete Erwartungen an den Ausbau der Grube hat die Nachbargemeinde Lüsslingen-Nennigkofen, die eine der Einsprachen eingereicht hat. Die Gemeinde befürchtet durch den weiteren Abbau von Kies könnte die Trinkwasserquelle im Ortsteil Nennigkofen abgegraben werden und versiegen. Herbert Schluep, Gemeindepräsident, erklärt: «Wir wollen den Beweis, dass die geplante Erweiterung unsere Grundwasserschutzzone und unsere Quelle nicht beeinflusst. Dies gilt nicht nur für die Erweiterung der Grube, sondern auch für deren Zuschüttung in einigen Jahrzehnten.»

Seit 1979 betreibt die Bürgergemeinde Lüterkofen-Ichertswil die Kiesgrube Haulital, wo im Mittel pro Jahr 29'000 Kubikmeter Kies abgebaut werden. Das im Fokus stehende Kiesvorkommen reicht bis zu 25 Meter tief und der Rohstoff sei leicht abbaubar sowie qualitativ hochwertig. Die Infrastruktur der bereits bestehenden Grube könnte grösstenteils weitergenutzt werden. Der An- und Abtransport von Material würde wie bisher durch Lastwagen erfolgen. Mit Ausnahme einer kurzen Erschliessungsstrasse durch den Wald könnten die bereits bestehenden Verkehrswege der Grube weiterverwendet werden. Die im Wald liegende Kiesgrube wird am Ende ihrer Nutzung wieder geschlossen und aufgeforstet.