Das Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT) hat ein Lärmsanierungsprojekt über die Hauptstrasse und die Gerlafingenstrasse in Recherswil erarbeitet. Während der Auflage im Herbst 2013 ging eine Einsprache dagegen ein. Eingesprochen hat der VCS, der bemängelt, dass die Lärmsanierung an der Quelle geprüft und Tempo 30 und Verkehrsberuhigungsmassnahmen umgesetzt werden sollten. Die Einsprache wurde nun behandelt und abgewiesen.

Bei der Einführung von Tempo-30-Zonen handelt es sich, so der Regierungsrat in seinem Beschluss, um sogenannte funktionelle Verkehrsanordnungen. Im Grundsatz seien Tempo-30-Zonen nur auf Nebenstrassen mit möglichst gleichartigem Charakter zulässig. Der in Recherswil betroffene Strassenabschnitt sei eine gut ausgebaute Hauptverkehrsstrasse ohne Verkehrssicherheitsdefizite.

Der Verlauf der Durchgangsstrasse sei gradlinig, ohne grosse Kurven und Verengungen. Um eine Temporeduktion durchsetzen zu können, müssten überdurchschnittlich viele Verkehrsberuhigungsmassnahmen realisiert werden. Eine solche wäre aber weder zweck- noch verhältnismässig.

Damit wird die Einsprache abgewiesen und das Lärmsanierungsprojekt genehmigt. Es hat zur Folge, dass der südliche Teil der Hauptstrasse 2025 mit einem lärmdämmenden Belag versehen wird. Bei der Sanierung der Gerlafingenstrasse ist der Einbau eines solchen Belages zirka im Jahr 2025 ebenfalls zu prüfen.

Bei 46 Liegenschaften und 10 erschlossenen, aber nur teilweise überbauten Grundstücken, werden die Immissionsgrenzwerte auch nach der Sanierung überschritten. Die Alarmwerte werden aber nirgends erreicht oder überschritten. Die betroffenen Grundstücke erhalten Erleichterungen gemäss Lärmschutz-Verordnung. Der Einbau von Schallschutzmassnahmen ist aber nirgends nötig.(rm/rrb)