Noch fehlt das Feedback seitens des Kantons zum energietechnischen Nachweis. Trifft dieses ein, sollte die Bewilligung für die Überbauung im «Lörenacker» in Aeschi erteilt werden. Der Baubeginn ist für den Frühling 2018 geplant. So viel Zeit sei nötig, weil die altersgerecht konzipierten Wohnungen individuell ausgestaltet werden können. Einerseits sind gewisse Möglichkeiten bei der Einteilung der Räume möglich und ausserdem können die neuen Eigentümer bei der Einrichtung von Küche und Bädern mitreden.

Gebaut werden drei dreistöckige Häuser mit je sechs Eigentumswohnungen. «In der ersten Etappe werden zwei Häuser errichtet», erklärt Architekt Beat Müller (Müller+Partner, Langenthal). Die Wohnungen sind als Viereinhalbzimmerwohnungen konzipiert. Wer möchte, kann den Wohnbereich vergrössern und hat dann mit Verschieben von Wänden eine Dreieinhalbzimmer-Wohnung. 

Grosszügig geplant

In Aeschi fehlen altersgerecht ausgebaute Wohnungen und Eigentumswohnungen. «Genau das suchen aber Leute wie wir. Wir haben jahrzehntelang in einem eigenen Haus gewohnt. Dieses wird langsam zu gross und sollte eigentlich an eine junge Familie übergeben werden», erklären Franz Misteli und Urs Stüdeli (siehe Kasten).

Architekt Beat Müller kennt diese Bedürfnisse recht genau. Die Wohnungen, die er in Aeschi plant, sind alle zwischen 106 und 115 Quadratmeter gross. «Ist die Wohnung zu klein, zügelt niemand aus dem eigenen Haus weg.» Der Grundriss der Wohnungen entspreche einem Einfamilienhaus im Taschenformat, meint Müller. Damit spricht er die Aufteilung in einen sozusagen öffentlichen Wohn- und Essbereich und einen abgetrennten, eher privaten, Schlafbereich an. «Der Wohnbereich ist durchgehend gestaltet, sodass man immer den Jura im Blick hat.»

Speziell sind auch die Balkone. Weil Attikawohnungen sehr gefragt sind, habe man das Konzept so ausgearbeitet, dass alle Wohnungen einen rund um das Haus herumführenden Balkon mit zwei Sitzplätzen haben. Bis zu 66 Quadratmeter Aussenfläche ergeben sich dadurch. Einer der Balkone ist zudem verglast. Nicht als Wintergarten, aber vor allem als Schutz vor dem Wetter.
Müller macht zudem klar, dass die Wohnungen zwar altersgerecht gebaut würden, dass es aber nicht Alterswohnungen seien. «Sie können genausogut von jungen Leuten bewohnt werden.»

Mit Gemeinschaftsbereich

Die Fassaden der Häuser werden mit Stahl, Beton und Holz gestaltet. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage platziert. In der Einstellhalle finden 30 Fahrzeuge Platz. In den Kellerabteilen (wahlweise auch in der Wohnung) gibt es Waschmaschine und Tumbler für jede Partei, dazu kommen Bastelräume, die erworben werden können. Im Aussenbereich ist ein Aufenthaltsraum mit einer kleinen Küche und einer Toilette vorgesehen.

Vervollständigt wird dieser Gemeinschaftsbereich durch eine kleine Pergola und eine Boulebahn. «Ein gemeinschaftlich nützbarer Raum ist gerade für ältere Menschen wichtig», erklärt Müller. Wenn die Welt immer kleiner werde, dann seien soziale Kontakte umso wichtiger. Logisch, dass auch Einstellhalle und Aussenräume altersgerecht ausgestaltet werden.