«Aus meiner Sicht ist die Ausstellung ein voller Erfolg.» OK-Präsident Konrad Imbach blickt zufrieden auf die Gewerbeausstellung in der «Papieri» zurück. Schon am Freitagnachmittag waren die Hallen laut Imbach gut gefüllt, ebenso am Samstag. «Die Rückmeldungen vonseiten der Aussteller und der Besucher waren mehrheitlich positiv. Der Parkplatz war offensichtlich nicht gut signalisiert. Das hätten wir besser machen können», so Imbach. Kritik gab es auch wegen der Vereinsbühne inmitten der Ausstellung. «Einige fanden es zu laut, weil ihre Stände direkt daneben lagen», so Imbach. «Dafür kam potenzielle Kundschaft in die Halle, die sonst wohl nicht anzutreffen gewesen wäre.»

Zufrieden mit den drei Ausstellungstagen ist auch Markus Balsiger (Emmenpark AG). «Es hat alles gut funktioniert.» Bar und Hauptrestaurant beim Eingangsbereich waren laut Balsiger gut frequentiert. Weniger Umsatz machte er mit der Kaffeestube am anderen Ende der Halle. «Viele Besucher gingen zuerst in die Ausstellung und kamen dann zum Schluss ins Restaurant», erklärt er dies.

Papieri gehört zu Biberist

Für Michele Muccioli (Arealentwickler Hiag AG) zeigte die Ausstellung in den Papieri-Hallen, dass viele Biberister mit dem Gebäude und der Geschichte der Fabrik stark verbunden sind. «Viele haben hier gearbeitet und wollten die Halle nochmals sehen. Andere waren noch nie hier und nutzten die Gelegenheit sich auf dem Gelände bewegen zu können.» Der Ort habe Tradition, so Muccioli, und seine Firma wolle diese Tradition weiterschreiben. Obwohl die Vorbereitungsphase intensiv und zeitraubend war, habe die Ausstellung Spass gemacht, so Muccioli abschliessend.

Spass mache es auch, dem Treiben am Stand der vier Elektroinstallations-Firmen zuzusehen. Stephan Andres (Lohn-Ammannsegg), Fridolin Fontana, Hans Niederhauser (beide Biberist), und Daniel Späti (Gerlafingen) haben sich zusammengetan und sich etwas Spezielles einfallen lassen. Ein Roulette-Tisch aus dem Casino Bern, mitsamt professionellen Croupiers, lockte zum Spielen. «Eigentlich konnten alle nur gewinnen. Die Besucher und auch wir», so Hans Niederhauser stellvertretend für alle vier. An einer Messe würden wenig Geschäfte abgeschlossen. «Der Kundenkontakt ist wichtig und dieser konnte hier spielerisch gepflegt werden.»

Diese Aussage bestätigen auch Georg Baumgartner (Immobilien) und Stefan Schaad (Parkettfachbetrieb). Auch sie haben ihren Stand gemeinsam betrieben. Baumgartner hatte das Ziel sein Geschäft, das er seit knapp vier Jahren betreibt, bekannt zu machen. Und Stefan Schaad setzte auf «Kundenkontaktpflege». «Die Gewa ist ein Fest. Am Abend ist man müde, aber zufrieden.»

Die Jugendarbeit Biberist suchte an der Gewa aktiv nach Sponsoren für das Projekt Schützenhaus 2020. Dann sollen die Räumlichkeiten der Jugendarbeit nämlich saniert werden. Über 70 Personen haben sich für ein Sponsoring gemeldet. Sie stellen ihre Arbeitskraft, Material oder einen Geldbetrag zur Verfügung. Jugendarbeiterin Rebekka Schafroth zeigte sich von der Unterstützung durch die Bevölkerung sichtlich überwältigt.

Für kurze Zeit in eine andere Welt konnte abtauchen, wer sich bei der AXA Winterthur eine Spezialbrille aufsetzen liess. Mit einem 3-D-Film wurde man so in eine virtuelle Welt versetzt und erlebte einen Auffahrunfall oder einen Christbaumbrand fast wie real mit. «Die Leute waren sichtlich fasziniert und die Geräte liefen, bis ihr Akku leer war», so Roger Gerber.
«Wir hatten viele gute Kundenkontakte und hoffen natürlich auf Folgegeschäfte», so Philipp Arnet (Garage Ulrich, Lohn-Ammannsegg). Viel Beachtung fand das selbstparkierende Auto, das man ausprobieren konnte.

Am Sonntagnachmittag lief die Ausstellung der Gewerbevereine Biberist und Gerlafingen gemütlich aus. Die Kinder konnten sich nochmals auf Schatzjagd begeben. Wer sich die alten Fotos aus Biberist noch nicht angesehen hatte, konnte dies nachholen. Die Plattform der Gewerbeausstellung wurde zudem auch von den Vereinen genutzt. Entweder mit Auftritten oder einem Stand im Eingangsbereich.