Die Nachtabschaltung der Strassenbeleuchtung ist laut einer Umfrage mehrheitlich auf Ablehnung gestossen. Damit wird auch der Versuch, der am 15. Februar startete und am 15. Juli endet, nicht weitergeführt. Zur Umfrage gab es 352 Rückmeldungen. Einzelne anonyme oder mehrfache Teilnahmen konnten nicht berücksichtigt werden. 57,2 Prozent sprachen sich gegen eine Beibehaltung aus. Bei 130 der ausgewerteten Rückmeldungen wurde keine Begründung angegeben. Als häufigste Gründe gegen eine Nachtabschaltung wurden die subjektive Sicherheit, Kriminalität und Unfallgefahr genannt.

Etliche wünschten aber eine Umrüstung auf LED-Leuchten, was der Gemeinderat im folgenden Geschäft auch gleich unterstützte. Mehrere Varianten standen zur Diskussion. «Wir haben die wildeste gewählt», erklärt Gemeindepräsident Roland Stadler. Das bedeutet ein Komplettersatz aller Leuchten innerhalb von sieben Jahren.

Mit dieser Variante würden die Energiekosten für die Strassenbeleuchtung um 72 Prozent gesenkt werden. «Der Gemeinderat hat diese Variante bereits vorgespurt und in den Finanzplan aufgenommen. Zudem ist die erste Tranche auch schon im Budget enthalten.» Zusätzlich möglich wird eine Dimmung der Strassenbeleuchtung. Auch hier hat der Gemeinderat zugestimmt. Unterschieden wird zwischen Kantons- und Gemeindestrassen. «Zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens werden wir auf 30 Prozent dimmen.» 

Kinderhort wird gestartet

Im letzten Jahr beschloss der Gemeinderat, einen Kinderhort auf das Schuljahr 2016/17 einzuführen. Mangels Anmeldungen wurde der Start des Kinderhorts aufs Schuljahr 2017/18 verschoben. Erneut gingen zu wenige Anmeldungen ein. Während Andreas Hänggi, Leiter der Schule Belose, der der Kinderhort angegliedert ist, sich bereits auf eine Auflösung des Vertrages zwischen der Gemeinde Bellach und der Schule vorbereitete, erhielt der Gemeindepräsident diverse Signale aus der Bevölkerung, die ihn ermutigten, doch auf einen Start des Kinderhorts hinzuwirken.

«Es scheint, dass die im Konzept Kinderhort geforderte Zahl, mindestens sechs Kinder pro Modul, für den Start des Horts zu hoch ist, weshalb der Kinderhort nicht in die Gänge kommt.» Die Räumlichkeiten im Schulhaus I stehen bereit. Er beantrage deshalb einen versuchsweisen Start. Der Gemeinderat folgte seinem Antrag nach längerer Diskussion. Der Kinderhort soll aber nicht alle Tage, sondern nur an den erfolgsversprechendsten offen sein. Nach einem Jahr wird Fazit gezogen.

Antenne auf Schulhaus

Die Swisscom will das Netz in Bellach optimieren. Deshalb erging eine Anfrage an den Gemeinderat, ob die Installation einer Mobilfunkanlage auf dem Schulhaus II oder dem Schulhaus Kaselfeld, welche beide topografisch ideal gelegen seien, möglich wäre. Der Gemeinderat hatte das Geschäft zurückgezogen, damit die Swisscom Gelegenheit erhalte, offene Fragen aus dem Gemeinderat zu beantworten. Die Antworten sind eingetroffen. «Der Gemeinderat hat die Antworten zur Kenntnis genommen und ist grundsätzlich nicht abgeneigt», erklärt Roland Stadler.

Swisscom soll ein entsprechendes Gesuch, falls sie weiterhin Interesse habe, für das Schulhaus Kaselfeld stellen dürfen. Aus den Antworten wird unter anderem ersichtlich, dass die Swisscom das bestehende Netz verdichten will, die bestehenden Standorte bereits bis zu den Grenzwerten ausgelastet sind oder dass die Leistung der Anlagen den umliegenden Wohnungen und Arbeitsplätzen angepasst werden müsse.

Ebenso klar ist, laut Swisscom, dass ein Antennenstandort auf einem Schulhaus in der Bevölkerung kritisch hinterfragt wird, weshalb die Firma wenn möglich einen Standort ausserhalb des Schulareals suche. In diesem Fall liegen die Schulhäuser günstig, insbesondere wegen ihrer Höhe.