Fabian Umbricht kann auch eine normale Skitour geniessen, aber die Rennen sind etwas anderes. «Es ist spannend herauszufinden, wo die eigenen Grenzen liegen, wie schnell ich eine Strecke bewältigen kann.» Dabei werde er körperlich viel stärker gefordert, als bei einer normalen Skitour, welche vor allem eine mentale Leistung ist.

«Auf einer gemütlichen Skitour kommen die objektiven Gefahren hinzu. Man muss die Lawinensituation beurteilen und sich eine Spur im Gelände suchen. Da ist man viel stärker im Kopf gefordert.»

Sich abseits der Pisten bewegen, eine Skitour unternehmen, ist trendy. «Das hat in den letzten Jahren extrem zugenommen.»

Aber weil das stark zunimmt, ist es mit der Ruhe für Mensch und Natur bald einmal vorbei. «Da ist viel Konfliktpotenzial vorhanden», sagt Umbricht. Er habe kein Problem, die Einsamkeit zu finden, «abseits der ausgetretenen Pfade». Aber dazu brauche es diverse Können, nicht zuletzt Hochgebirgserfahrung. Die hat Fabian Umbricht. (uby)