Rechnung 2015
Ein Zehntel mehr Steuerertrag für Buchegg

Der Gemeinderat verabschiedet positive Jahresrechnung 2015. Der Aufwand betrug 12,9 Millionen und der Ertrag 13,7 Millionen Franken.

Gundi Klemm
Drucken
Teilen
Die Jahresrechnung 2015 fällt für die Gemeinde Buchegg positiv aus.

Die Jahresrechnung 2015 fällt für die Gemeinde Buchegg positiv aus.

Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

Zur zweiten Lesung der Gemeinderechnung beantworteten Finanzchef Thomas Stutz und Finanzverwalterin Jacqueline Aeberhardt noch offene Fragen. Bereinigt werden konnten ältere Kredite, die Buchegg nach der Fusion aus seinen zehn «Altgemeinden» übernommen hatte. Statt der genehmigten Kreditsumme für diese Verpflichtungskredite im Umfang von 2,3 Mio. wurden auf Grund von Kostenunterschreitungen nur 1,4 Mio. Franken abgerechnet.

Nachkredite für Vorhaben, die teils vor und nach der Fusion bewilligt wurden, waren nötig im Betrag von 160'231 Franken. Den grössten Anteil daran trägt mit 101'300 Franken der Umbau des Gemeindehauses in Mühledorf zur neuen Gemeindeverwaltung. Statt der veranschlagten 770'000 Franken stiegen die Sanierungskosten auf 871'300 Franken an. An der Gemeindeversammlung in drei Wochen sollen, wie Gemeindepräsidentin Verena Meyer festhielt, die Mehrkosten begründet werden.

Die Höhe «gebundener» also nicht durch die Gemeinde beeinflussbarer Nachkredite beläuft sich auf 688'000 Franken. Genehmigt in Kompetenz des Gemeinderates wurden Nachkredite über 172'000 Franken.

Der gute Abschluss der Jahresrechnung (Aufwand 12,9 Mio./Ertrag 13,7 Mio. Franken) ist zudem durch zwei Faktoren bedingt: Die Steuereinnahmen von 7,6 Mio. übertrafen den budgetierten Betrag um 751'180 Franken, und die Buchgewinne aus dem Verkauf von Liegenschaften trugen ebenso mit 540'000 Franken zum guten Resultat bei.

Stenogramm

Der Gemeinderat hat:

- den Nachkredit von 47 000 Franken für die Umleitung der bestehenden Wasserleitung Schleif-Chäle auf öffentlichen Grund genehmigt;

- den Beitragsplan der Anstösser für die Wasserleitung am Kyburg-Buchegger Neuströssli zurückgestellt;

- Sitzungs-und Taggelder für Gemeinde-Mitarbeitende im Anhang der Dienst- und Gehaltsordnung DGO präzisiert. (gku)

Der Bilanzüberschuss von 766'000 Franken wird vollumfänglich für zusätzliche Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen verwendet, was zu Rechnungsentlastungen in den Folgejahren führt.

Bei der Spezialfinanzierung ist die Abfallentsorgung so gut gepolstert, dass der Gemeinderat keine Anhebung, sondern für alle Kategorien von Einzelpersonenhaushalt bis Gewerbebetrieb auf Antrag von Kurt Stuber eine spürbare Senkung der Grundgebühr um bis zu 40 Franken ab Jahresbeginn 2017 vorschlägt. Zusammengerechnet wird dies die Reserve Abfall um rund 20'000 Franken jährlich vermindern.

Problem mit zweiter Wasseruhr

Der Gemeinde lag ein Antrag eines Einwohners vor, ihm einen Teil der Abwassergebühr durch den Einbau eines zweiten Verbrauchszählers vor dem Aussenhahn zu erlassen. Wie Gemeinderat Alex Mann im Rat informierte, gibt es in Gesamt-Buchegg 30 dieser Zweitwasseruhren, mehrheitlich in landwirtschaftlichen Betrieben. Denn Wasser, das im Boden versickert, ist nicht abwasserrelevant und sollte nur als Frischwasser berechnet werden. In der Diskussion erkannte der Gemeinderat dann doch etliche Knackpunkte, wie sie die Werkkommission aufgelistet hatte, und die Gefahr von missbräuchlicher Nutzung.

Verbieten lasse sich eine Zweituhr nicht, lautete eine juristische Beurteilung. Aber nach Ratssicht sollte es sich um eine amtliche Uhr handeln, die mit einer Grundgebühr belegt wird. Alle möglichen Spezialfälle im Gebrauch von Zweituhren sollen nun im Wasserreglement, das gerade revidiert wird, geregelt werden.

Aktuelle Nachrichten