Wiedereröffnung

Ein Traum wird wahr: Im «Glutzenberg» in Günsberg wirten neu Annett und Bruno Thomet

Annett und Bruno Thomet haben die Pacht des Glutzenbergs übernommen.

Das wird die Jurawanderer erfreuen: Das Restaurant mit dem wohl klingenden Namen «Glutzenberg» hat wieder geöffnet. Besitzer Peter Allemann ist glücklich, nach einer schwierigen Zeit eine neue Pächterfamilie gefunden zu haben.

Die neuen Pächter des Betriebs sind Annett und Bruno Thomet. Sie erfüllen sich damit einen Wunsch, den sie schon lange gehegt haben. «Ja, wir haben immer wieder davon gesprochen und davon geträumt, einen eigenen Gastronomiebetrieb zu führen», erklärt Annett Thomet. Die Freude an der Gastronomie und am Kundenkontakt stehe dabei im Vordergrund. Auf eine Ausschreibung hin haben sie sich für das «Glutzenberg» beworben, aber die Sache versandete. «Als wir später einmal die zweite Mannschaft des FC Lommiswil an ein Spiel in Rüttenen begleiteten, haben wir uns gesagt, wir besuchen das Restaurant und schauen, wer nun das Rennen gemacht hat.» Aber im Gespräch mit der Mutter von Peter Allemann wurde schnell klar, dass noch nichts entschieden war. Nun nahm die Geschichte Fahrt auf. «Wir wurden mit Besitzer Peter Allemann rasch einig.» Die Lage sei wunderbar. «Wir haben uns sofort verliebt in das Lokal.»

Rot-weiss karierte Tischtücher sollen Gäste erfreuen

Unter den Händen von Annett und Bruno Thomet erfuhr das Restaurant, früher ein Lieblingsort von Bundesrat Willi Ritschard und seinem Freund Peter Bichsel, eine neue Gestaltung. «Wir haben das Lokal bis auf wenige Küchenmaschinen praktisch leer angetroffen.» Jetzt ist die Wirtsstube ländlich eingerichtet. Auffallend sind die rot-weiss karierten Tischtücher. Draussen soll der Kinderspielplatz aufgewertet werden, und geplant ist auch eine Aussenbuffet für den Betrieb der Terrasse. Und Bruno Thomet ergänzt: «Auch Hunde sind bei uns willkommen.»

Zur Antrinkete gabs Älplermagronen, ein Gericht, das neben der Rösti oder Bratwurst ein wesentlicher Bestandteil der traditionellen Karte ist. Sie wollen traditionelle Schweizer Gerichte anbieten. Der 1964 geborene Bettlacher, das heisst insbesondere seine Frau Annett (1970), die 1994 aus dem ehemaligen Ostdeutschland in die Schweiz kam, weisen langjährige Erfahrungen im Gastrobereich aus. Sie führten zehn Jahre lang das Klubhaus des FC Lommiswil. Fast täglich half er seiner Frau im Klubhaus neben seiner Arbeit bei der Grenchner Firma Mecaplex. «Wir haben das Klubhaus etwas speziell geführt und auch Menüs angeboten.» Weil die Arbeit im Klubhaus ihm neben seiner Brotarbeit zu viel wurde, haben sie sich entschlossen, zusammen einen Gastronomiebetrieb zu führen.

Sie bekocht und er bedient die Gäste

Am Kochherd wird Annett Thomet in den Pfannen rühren. «Kochen ist meine Leidenschaft, ich koche seit ich zehn Jahre alt bin.» Zusätzlich wird ein Koch in Teilzeit angestellt. Bruno Thomet ist «das Mädchen für alles» und zuständig für Service, Reparaturen oder Unterhalt. «Das war schon im Klubhaus so. Ich stand immer am Buffett und habe bedient. Das habe ich schon immer gerne gemacht.» Im Service unterstützen ihn zwei Aushilfen mit kleinen Pensen.

Erste Gäste haben sie auf sicher, denn in Lommiswil werden sie vermisst: «Unser geschätztes ehemaliges Hüttli Team (Annett und Bruno) eröffnet sein eigenes Restaurant. Wir wünschen ihnen viel Glück und einen guten Start», schreiben die Fussballer auf ihrer Internetseite. Das wird Thomets freuen.

Offen Mittwoch bis Sonntag. Montag und Dienstag Ruhetage (auf Anfrage sind Ausnahmen möglich).

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