Dieses Jahr werden – nach einem Jahr Pause – wieder «Azeiger»-Kulturförderpreise vergeben. Diese in Zweijahresrhythmus stattfindende Preisvergabe richtet sich an junge Kunstschaffende im Alter zwischen 16 und 27 Jahren, welche im «Azeiger»-Verbreitungsgebiet beheimatet sind oder einen starken Bezug zu dieser Region aufweisen. «Wir können dieses Mal 14 Arbeiten bewerten», sagt Maria Wüthrich, Kulturverantwortliche des «Azeigers» und Jurymitglied. Das seien etwas weniger, als bei der Ausgabe vor zwei Jahren.

«Inzwischen kennen die jugendlichen Künstler den Förderpreis und machen auch schon mal Kolleginnen und Kollegen darauf aufmerksam, Arbeiten einzureichen», weiss sie. Sie mache den Preis auch an den Hochschulen für Kunst in Luzern, Bern, Basel und Zürich bekannt und der «Azeiger» bekommt auch von dort immer wieder Bewerbungen. Es sei möglich, alle Sparten künstlerischen Schaffens einzureichen, erläutert sie weiter. Dieses Jahr stamme die Mehrheit der Arbeiten aus dem bildnerischen Schaffen. Daneben sind auch Beiträge über Musik, ob klassisch, modern oder kompositorisch, Fotografie und Schauspiel eingegangen. Laut Bedingungen ist eine Bewerbung für einen Förderpreis maximal drei Mal möglich. Davon ausgenommen sind Preisträger der Vorjahre. Und: Die für den Wettbewerb eingereichte Arbeit darf nicht älter als zwei Jahre und noch nie juriert worden sein.

Anerkannter Preis

Wüthrich erklärt, dass von Seiten der Vertragsgemeinden des «Azeigers» der Förderpreis für jugendliche Kunstschaffende nie bestritten wurde. «Im Gegenteil. Der Preis ist inzwischen überall gut anerkannt und bringt unserem Publikationsorgan doch auch einiges an Prestige ein. An Preisgeld wird total 20 000 Franken ausbezahlt, welches die Jury in eigenem Ermessen an fünf Teilnehmende vergeben kann. «Zudem existiert im «Azeiger»-Gebiet noch die Vereinsförderung, die aber jährlich ‹beansprucht› werden kann», so Wüthrich.

«Der Kulturförderpreis bringt einige Publizität in den Medien und ist sehr nachhaltig für uns», sagt sie. Es sei vielfach die erste Möglichkeit der jungen Kunstschaffenden, sich einer Öffentlichkeit zu präsentieren; insbesondere da auch alle eingereichten Arbeiten – unabhängig von ihrer Bewertung – in der «Azeiger»-Kulturnacht im Schlössli Vorderbleichenberg in Biberist Ende August dargeboten und ausgestellt werden. Kuratiert wird diese Schau von Jury-Mitglied Gabriella Affolter. In den Lebensläufen der jungen Künstler mache es sich jeweils gut, den Preis erwähnen zu können. Ein wahres Sprungbrett also.

Bekanntgabe Ende August

Juriert werden die eingereichten Arbeiten von einer mehrköpfigen Jury, in der Fachleute aus den erforderlichen Kultursparten, aber auch aus dem Umfeld des Unternehmens Einsitz haben. An mehreren Sitzungen werden die eingereichten Projekte besprochen und bewertet. Am Donnerstag fand die erste dieser Sitzungen statt. «Heutzutage werden die meisten Eingaben auf digitalem Weg eingereicht», erklärt Maria Wüthrich, Hin und wieder sei aber dennoch etwas «Physisches» zu sehen. Die Themen der in diesem Jahr eingereichten Arbeiten seien sehr unterschiedlich. «Ein allgemeiner Trend zu einem bestimmten Thema ist in diesem Jahr nicht auszumachen».

Bis Ende Juni sollte die Jury mit ihrer Arbeit fertig sein. «Danach wird bekannt gegeben, wer einen Preis erhalten wird. Allerdings wird die Rangierung und damit die Preissumme bis zur «Azeiger»-Kulturnacht noch ein Geheimnis bleiben.»

«Azeiger»-Kulturnacht im Schlösschen Vorderbleichenberg Biberist am 30. August. Die Ausstellung aller Arbeiten dauert bis zum 1. September.