Es ist ein schwieriges Erbe, das die neuen Turnierorganisatoren um Eric Berger angetreten haben. Zwölf Jahre lang hat Monica De Lenart den Silvester-Cup im Sportcenter Derendingen in Eigenregie und mit viel Herzblut geführt. Sie hat Sponsoren gesucht, sämtliche Vorbereitungen erledigt und die Turnierleitung übernommen. Ein riesiger Aufwand. Entsprechend gross sind die Fussstapfen, in welche die Nachfolger schlüpfen mussten. Für den neuen OK-Präsidenten Eric Berger war daher von Anfang an klar, dass er den Traditionsanlass nicht alleine stemmen kann, sondern nur mit einem Team. In diesem Jahr findet das Turnier, das in der Tennisszene weit über die Solothurner Kantonsgrenze hinaus einen guten Ruf geniesst, zum 40. Mal statt.

Organisation bleibt im Klub

Bereits im Frühling standen fast alle der aktuell neun OK-Mitglieder fest. Sie alle stammen aus dem Tennisclub Sporting Derendingen. «Nach dem Monica mitgeteilt hatte, dass sie das Turnier nicht mehr organisieren will, gab es zwei Optionen: Entweder wir beauftragen einen externen Organisator mit der Turnierorganisation oder der Tennisclub übernimmt es», schildert Eric Berger, der seit vier Jahren Klubpräsident des TC Sporting Derendingen ist, die Ausgangslage.

Für ihn und seine Mitstreiter war sofort klar, dass das Turnier im eigenen Verein bleiben soll. Dort also, wo die Geschichte des Anlasses vor 40 Jahren begonnen hatte. «Das Turnier ist für uns sehr wichtig», sagt Berger, der bei den ersten Ausgaben des Turniers als aktiver Spieler selber zum Racket gegriffen hatte.

Genauso Karl Spälti, ebenfalls Mitglied des OK und als Turnierleiter im Einsatz. Er ergänzt: «Der Silvester-Cup ist unsere Visitenkarte im Wettkampftennis, wo wir als Verein leider in den letzten Jahren nicht mehr gleich gut vertreten sind wie früher.»

Start ist gelungen

Am vergangenen Wochenende gingen die ersten Konkurrenzen des diesjährigen Silvester-Cups über die Bühne. Und das mit Erfolg. «Ich bin nach den zwei Tagen müde, aber zufrieden nach Hause gegangen. Es hat alles gut geklappt, und wir haben viel positive Rückmeldungen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhalten», freut sich Berger, der mit seinem Team im Vergleich zu den Vorjahren lediglich einige Details angepasst und ansonsten auf das bewährte Konzept zurückgegriffen hat.

Nach dem gelungenen Auftakt steht für das OK-Team ab Montag nun die richtige Bewährungsprobe auf dem Programm. Bis Silvester wird in zwölf Kategorien mit beinahe 200 Teilnehmern gespielt. Mit Trosttableaus. Entsprechend hat das Erstellen der Spielpläne viel Zeit in Anspruch genommen. «Alle Wünsche der Spieler zu berücksichtigen, stets für alle Partien genügend Zeit einzuberechnen und einige Puffer einzubauen, war nicht ganz einfach», gibt Berger denn auch schmunzelnd zu.

Ins Zittern gekommen

Obwohl der grösste Teil des Turniers noch bevorsteht, lässt sich bereits jetzt sagen, dass die neuen Organisatoren gute Arbeit geleistet haben. Zwar ist die Teilnehmerzahl mit total gut 250 Spielerinnen und Spielern unter dem letztjährigen Rekordwert (314) geblieben, und in der stärksten Kategorie ist das Spielniveau nicht ganz so hoch wie im Vorjahr, aber das Turnier weist noch immer eine stattliche Grösse und ein mehr als ansprechendes Teilnehmerfeld auf.

«Wir sind sehr zufrieden mit dem Niveau und der Anzahl Teilnehmer, obwohl wir eine Woche vor Anmeldeschluss noch etwas gezittert haben, denn rund die Hälfte der Anmeldungen ist erst in der letzten Woche eingegangen», ist Berger erleichtert.