Während die Bildung insgesamt teurer wird und weniger Einnahmen zu verzeichnen sind, erhofft man sich bei den Steuern zusätzlichen Gewinn, so dass sich das Ganze in etwa die Waage hält. Finanzverwalterin Annelise Schütz erklärte, dass der Steuerzuwachs aufgrund der 34 neuen Wohnungen in der Zentrumsüberbauung und weiteren Bautätigkeiten im Dorf sehr realistisch sei.

Einmal mehr stellte die Finanzkommission fest, dass der Einflussbereich der Gemeinde beim Budgetieren marginal ist. In diesem Sinne wurden die wenigen beeinflussbaren Positionen sehr genau geprüft und teilweise auch gekürzt. So wurde die Erhöhung des Betrags für Teamteaching-Lektionen auf Antrag der Finanzkommission fast einstimmig abgelehnt.

Statt 58 000 Franken werden dort also nur 36 000 Franken eingesetzt, so wie dies bereits im letzten Budget der Fall war. Mehr Teamteaching-Lektionen wären zwar schön, doch der Gemeindepräsident Hardy Jäggi betonte: «Alles wird immer teurer, irgendwann muss man nein sagen.»

Die Investitionsrechnung beinhaltet einen Aufwand von 2,29 Millionen Franken. Sie enthält auch einen Betrag  von 150 000 Franken für ein Kommunalfahrzeug, dessen Anschaffung separat besprochen und einstimmig genehmigt wurde. Es handelt sich dabei um einen Geräteträger inklusive diverser Anbaugeräte.

Im Winter soll dieses Fahrzeug zur Schneeräumung der Trottoirs und der öffentlichen Plätze eingesetzt werden, während es im Sommer die 20-jährige Wischmaschine ersetzt. Robidogs könnten ebenfalls das ganze Jahr über mit dem Geräteträger bedient werden. Das neue Gefährt kann ausserdem als Transporter, Rasenmäher und Laubsauger gebraucht werden.

Nicht alle Wespen werden bekämpft

Ausserdem besprach der Germeinderat, dass die Wespennestbeseitigung durch die Feuerwehr klar geregelt werden muss. In der Vergangenheit haben diese Einsätze vermehrt zu Schwierigkeiten geführt. Einerseits, weil die Feuerwehr nur die im Handel für jedermann erhältlichen Bekämpfungsmittel einsetzen kann, da niemand der Feuerwehrleute über einen Fachausweis verfügt, welcher den Einsatz von effektiveren Mitteln erlauben würde.

Ausserdem habe sich gezeigt, dass sich die Wespennester häufig an unwegsamen Stellen befinden, so dass für deren Bergung teilweise das Dach hätte abgedeckt oder ein Teil der Fassade entfernt werden müssen.

Dabei ist die Gefahr von bleibenden Schädigungen an den betroffenen Häusern gross, weshalb die Feuerwehrkommission beantragte, solche Wespeneinsätze künftig nicht mehr anzubieten. Dies führte allerdings zu Diskussionen im Rat, da es prinzipiell schade sei, wenn die Gemeinde Dienstleistungen abbauen müsse. Der Rat beschloss deshalb, dass klar kommuniziert werden müsse, welche Arbeiten die Feuerwehr übernehmen kann. Sind zur Beseitigung eines Nests umfangreichere Arbeiten nötig – etwa die Abdeckung des Daches – kann die Feuerwehr nichts unternehmen und es müssten Fachleute beauftragt werden.

Im Weiteren erklärte der Gemeinderat sein Einverständnis mit der Aufhebung der Sanitätshilfsstelle Kirchacker in Gerlafingen. Diese Stelle wurde in Absprache mit dem Bund aufgegeben und wird zu einem normalen Schutzraum rückgebaut.