Nachdem der Souverän im Juni nicht auf die Vorlage eintrat, wurde dem Antrag des Gemeinderates nun entsprochen und per 1. Januar die Stelle eines Gemeindearbeiters (70-Prozent-Pensum) geschaffen.

Per Ende Jahr werden die Abwarte der Mehrzweckhalle pensioniert und auch der Brunnenmeister will demissionieren. Zusätzlich sollte der neue Gemeindearbeiter den Unterhalt der Liegenschaftsumgebungen und der Grünflächen übernehmen. Auch kleinere Reparaturen in den Liegenschaften, der Unterhalt der Regenrinnen und Schächte, der Robidogs oder das Aufhängen der Fahnen würde dem Aufgabenbereich zugeschlagen. «Mit der neuen Stelle sollen die Abläufe vereinfacht werden und man hätte tagsüber einen Ansprechpartner», so Gemeindepräsident Herbert Schluep an der Gemeindeversammlung.

Gar nicht einverstanden mit der Vorlage zeigte sich Hans Leuenberger. «Es geht nicht lange und wir haben ein Hundertprozentpensum», zeigte er sich überzeugt. In der Vorlage seien die Lohnnebenkosten nicht aufgezeigt, das Fahrzeug, das neu für den Gemeindearbeiter angeschafft werde, verursache ebenfalls Kosten und dann brauche es eine Ferienablösung. Gemeindeschreiberin Madeleine Stuber machte klar, dass der grösste Teil dieser Kosten einberechnet sei und diese auch bisher schon angefallen seien. Die Stelle war bereits ausgeschrieben und es seien 12 Bewerbungen hereingekommen, so Schluep ergänzend.

Leuenberger stellte einen Antrag auf Urnenabstimmung, war aber als einziger der 28 anwesenden Stimmberechtigten dafür. In der Schlussabstimmung unterlag er ebenfalls gegen die 27 anderen Anwesenden, die der Schaffung der neuen Stelle zustimmten.

Altlasten werden beseitigt

Seit vielen Jahren liegt das Gewerbeland linkerhand der Bahnhofstrasse in Lüsslingen zu einem grossen Teil brach. Das Land ist im Besitz der SBB und war zum Teil belastet, wieso der Verkauf nicht möglich war. Nun wurde das Problem mit den belasteten Böden geregelt und die SBB möchte die 154,37 Aren als Ganzes verkaufen.

«Wir haben der SBB ein Kaufangebot von 1,25 Mio. Franken unterbreitet», so Schluep. Das Land sei erschlossen und man könne praktisch sofort mit dem Wiederverkauf beginnen, meinte er weiter. Man möchte mit dem Landkauf verhindern, dass das Land zu einem Spekulationsobjekt werde. «Wenn das Land uns gehört, können wir mitreden, welche Firmen sich hier ansiedeln. Es gibt auch bereits Interessenten.» Die Lage nahe der Autobahn sei sicher vorteilhaft. Man hoffe, gute Steuerzahlen anzulocken. Mit den zurzeit sehr tiefen Zinsen sollte auch die Finanzierung kein Problem sein.

25 Stimmberechtigte sahen dies gleich wie der Gemeinderat, zwei Personen stimmten dagegen, eine Person enthielt sich der Stimme.