«Dass sich die FDP auch in Bellach im Aufwind befindet war schon beim Besucheraufmarsch an die Parteiversammlung offensichtlich», schreibt Anton Probst, Ex-Gemeindepräsident und Parteipräsident der FDP Bellach in einer Medienmitteilung. So seien nicht weniger als 48 Personen zur Versammlung erschienen, an der möglicherweise das künftige Geschick der Gemeinde mit einer Personalentscheidung bestimmt hätte werden sollen.

Wen soll die FDP Bellach für die anstehende Wahl ins Gemeindepräsidium den Einwohnerinnen und Einwohnern empfehlen? Die Wahl wurde nötig nach dem überraschenden Ableben im Amt des bisherigen Gemeindepräsidenten Roland Stadler.

Die Parteileitung und die Gemeinderatsfraktion der FDP Bellach haben an ihrer Sitzung im April beschlossen, der Generalversammlung Linda Walter-Naef und Beat Späti zur Nomination vorzuschlagen. Sie ist Lehrerin und er Unternehmer in einem Holz verarbeitenden Betrieb.

2. Wahlgang wahrscheinlich

Die Nomination für das Gemeindepräsidium fand nach der Begrüssung durch Peter Hodel, Präsident der Kantonsratsfraktion und den ordentlichen Traktanden der Generalversammlung statt. Das Traktandum wurde von Yves Derendinger, Amtsgerichtspräsident geleitet. Es habe eine spannende Debatte gegeben, in der die Frage diskutiert wurde, ob die FDP Bellach mit einer Einer- oder Zweierkandidatur in die Wahlen gehen sollte.

«Rein wahltaktisch wäre eine Einer-Kandidatur wohl die ‹richtige› Variante», so Anton Probst. Aber das versammelte Plenum habe die risikoreichere Variante einer Zweierkandidatur bevorzugt. «Der Grund ist klar: Wir wollen der gesamten Bevölkerung eine Auswahl anbieten. Ausserdem haben wir die einmalige Chance, mit einer Frau und einem Mann anzutreten.»

Mit einer Zweierkandidatur wird die Wahl ins Gemeindepräsidium mit grösster Wahrscheinlichkeit in zwei Umgängen entschieden. Das sieht, auf Anfrage, auch Anton Probst so: «Einen zweiten Wahlgang nehmen wir in Kauf. Aber dieser soll nicht im Vordergrund stehen. Wichtig ist uns, dass die Bevölkerung eine Auswahl erhält.»

«Im richtigen Alter»

Die Versammlung stimmte mit 41 Ja, 4 Nein und 3 Enthaltungen einer Zweier-Kandidatur zu. Da keine Saalnominationen eingingen, wurden Walter-Naef und Späti mit Applaus nominiert. Beide Nominierte seien in Bellach gut verankert. Sie verfügten über eine reichhaltige politische Erfahrung und hätten die Sozialkompetenz, um die anspruchsvollen Aufgaben zu bewältigen. Auch seien sie im richtigen Alter (er 50- und sie 53-jährig) um das Amt in einer idealen Zeitspanne von 8 oder 12 Jahren auszuüben, so Probst in der Mitteilung.