Die Spitex-Organisationen Zuchwil und Solothurn/Langendorf-Oberdorf haben gemeinsam das Pilotprojekt Regionaler Nachtdienst (RND) aufgezogen. Ende Mai geht der Pilot zu Ende. Patricia Häberli (Leiterin Spitex-Dienste) erklärte im Gemeinderat, dass der Nachtdienst als Erfolg gewertet werden könne. 55 Patientinnen und Patienten seien innerhalb von 19 Monaten total 570 Mal besucht worden. «Unser Ziel war es, Spitaleinweisungen zu vermeiden. Das haben wir erreicht», so Häberli. Gründe für den nächtlichen Einsatz waren unter anderem Menschen, die statt im Spital zu Hause sterben durften; Schwerbehinderte, die dank der Spitex länger eigenständig wohnen konnten; Kranke, deren pflegende Angehörige ausfielen und die so nicht ins Spital eingewiesen werden musten. Der Regionale Nachtdienst verursache Kosten von rund 2 Franken pro Einwohner.

Der Einsatz könne bei den Krankenkassen abgerechnet werden. «Aufgrund der positiven Erfahrungen möchten wir den regionalen Nachtdienst in den Normalbetrieb überführen», so Häberli. Dies selbstverständlich nur, wenn auch die Spitexorganisation Solothurn der Weiterführung zustimmt. Silvio Auderset (SVP) bekundete seine Sympathie zur Spitex, die eine gute Sache sei, aber immer teurer werde. Dem schlossen sich auch andere Gemeinderäte an. Das Ja zum Normalbetrieb war aber schliesslich einstimmig.

Ebenso einstimmig wurde der neue Gebührentarif der Spitex genehmigt. Künftig wird sie eine Lieferpauschale von zehn Franken erheben, wenn sie Pakete und Krankenimmobilien nach Hause liefern muss. «Wir werden immer öfter als Lieferdienst missbraucht. Dem möchten wir einen Riegel schieben», so Häberli. Auch für die Ausmietung von Krankenmobilien soll es neu eine Grundgebühr von zehn Franken geben.

Nur noch 15 Grad

Die Provinznarre Zuchu dürfen den alten Staatswerkhof auch für die nächste Fasnacht wieder für den Wagenbau mieten. Sie sollen sich pro Monat, in dem sie den Raum nützen, mit 250 Franken an den Energiekosten beteiligen. Unter anderem, weil das Gebäude eine schlechte Energiebilanz aufweist, gab es im letzten November im Gemeinderat eine lange Debatte um die Heizkosten, die sich vervielfacht hatten.

Der Werkhof soll künftig auf 15 Grad geheizt werden, das sei für alle Benützer ausreichend, so Peter Baumann (Leiter Abteilung Bau und Planung). Die Schlüssel habe man eingezogen, sodass niemand mehr am Thermostat herumschrauben könne. Mit dem nächsten Budget soll zudem eine Steuerung beschafft werden, die es ermöglicht, die vier Räume im Werkhof separat anzusteuern. Ein solches Gerät kostet rund 7500 Franken.

Neuer Belag

Der Belag der Luterbachstrasse soll noch dieses Jahr lärmtechnisch saniert werden und zwar vom Kreisel Jurastrasse bis zur Kreuzung Amselweg. Eingebaut wird ein sogenannter ADA 4-12-Belag. Die Luterbachstrasse dient dem Kanton als Pilot, denn der Belag wird im Kanton zum ersten Mal eingebaut.

Laut Messungen bringt der Belag eine Lärmreduktion von 7 bis 9 Dezibel. Auch am Ende seiner Lebensdauer dürften es immer noch 3 bis 4 Dezibel mehr sein, als bei einem herkömmlichen Belag. Der Belagseinbau kostet die Gemeinde nichts. Der Gemeinderat musste aber Zusatzkredite sprechen, weil gleichzeitig mit dem Belagseinbau Werkleitungen saniert oder neu erstellt werden sollen.