«Gott sei Dank ist nichts passiert.» Das war der einhellige Tenor an der letzten Gemeinderatssitzung in Oberdorf. Diskutiert wurde ein Vorfall, der sich bereits am 7. Juni 2017 in der Schutzzone 2 der Obermattquelle ereignet hatte.

Damals hatte ein Bauer, dessen Hof sich nicht in unmittelbarer Nähe der besagten Schutzzone befindet, Gülle ausgetragen. Der fehlbare Landwirt wurde wegen eines Vergehens gegen das Gewässerschutzgesetz angezeigt und von der Staatsanwaltschaft verurteilt. Passiert ist allerdings nichts, da keine Verunreinigung der Quelle mit Gülle festgestellt werden konnte.

Trotzdem musste die Gemeinde Oberdorf vorsorglich das Wasser der Obermattquelle verwerfen und andernorts Wasser einkaufen. Der Gemeinde entstanden so Kosten in der Höhe von 3180 Franken. Der Gemeinderat hat sich nun entschieden, einen Teil dieser Kosten auf den Landwirt zu überwälzen. Es geht dabei explizit um die Kosten, die für die Überprüfung der Wasserqualität entstanden.

«Sollte sich derselbe Vorfall nochmals ereignen, dann werden wir nicht zögern, die gesamten Kosten zu überwälzen», erklärt Gemeindeverwalter Gregor Glaus auf Anfrage. Der Gemeinderat zeigte sich allerdings froh, dass das Qualitätssystem der Wasserversorgung funktioniert hat. (rm)