Rechnung
Eigenkapital von Feldbrunnen-St. Niklaus wächst

Keine Fragen, keine kritischen Voten, keine Diskussionen – die Gemeindeversammlung von Feldbrunnen-St. Niklaus hat alle Anträge des Gemeinderates einstimmig genehmigt.

Lea Reimann
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Die Gemeinde verzeichnet fast 365'000 Franken Ertragsüberschuss.

Die Gemeinde verzeichnet fast 365'000 Franken Ertragsüberschuss.

Foto: Simon Dietiker

«So ein intimes Grüppchen waren wir in meiner Amtszeit wohl noch nie», sagte Anita Panzer in ihrer Begrüssung am Montagabend. Lediglich 41 Stimmberechtigte hatten sich in der Turnhalle eingefunden – für eine Gemeinde wie Feldbrunnen ist das relativ wenig, die Beteiligung ist dort in der Regel überdurchschnittlich hoch.

Besonders erfreulich präsentierte sich die Jahresrechnung 2016, es sind nämlich fast 365'000 Franken Ertragsüberschuss zu verzeichnen. «Der Grund dafür sind, nebst einem haushälterischen Umgang mit unseren Finanzen, unsere Steuereinnahmen», so Gemeindepräsidentin Anita Panzer. Insbesondere die Nachtaxationen fielen höher aus.

Ein Teil des Ertragsüberschusses, nämlich 250'000 Franken, wird für ausserordentliche Abschreibungen auf dem alten Verwaltungsvermögen verwendet. «Dies ist unter Einhaltung gewisser Kriterien auch mit dem neuen Rechnungslegungsmodell HRM2 möglich», erklärte Finanzverwalterin Isabella Howald.

Es verbleibt ein Ertragsüberschuss von 114'925 Franken, der immer noch deutlich über dem Budget (15'800 Franken) liegt und nun dem Eigenkapital gutgeschrieben wird. Das Eigenkapital steigt somit auf rund 2.9 Millionen Franken an und soll als Steuerschwankungsreserve dienen. Die Kennzahlen liegen alle innerhalb der vom Kanton vorgegebenen Referenzwerte.

Volk ist einverstanden

Einstimmig genehmigt wurde auch die Totalrevision der Dienst- und Gehaltsordnung (DGO). Nachdem die Gemeindeversammlung im Dezember 2016 die Teilrevision der Gemeindeordnung beschlossen hatte, stand nun die Anpassung der DGO an. Diese enthält einerseits zahlreiche redaktionelle Änderungen und Anpassungen an das heutige Recht, andererseits auch einige inhaltliche Veränderungen.

So wurden neu die Ressortentschädigungen aufgenommen, wodurch unter dem Strich ein Mehraufwand entsteht. Gekürzt wurden hingegen die Entschädigungen für Gemeindepräsidium und Vizepräsidium. Zudem wurde das Lohnsystem der Gemeinde von 10 auf 15 Erfahrungsstufen bei gleichem Maximallohn erweitert. Auch bezüglich DGO war die Versammlung mit dem Antrag des Rates einverstanden. Sie war unbestritten und wurde ohne Wortmeldungen zum Inhalt einstimmig genehmigt.

Abschliessend informierte Anita Panzer, dass sich die Suche nach einem neuen Wirt für den «Durstigen Wanderer» nicht einfach gestalte. Ein Pächter werde noch immer gesucht. «Wenn wir bis im Herbst immer noch niemanden haben, müssen wir eine Umnutzung in Betracht ziehen», gab sie zu bedenken.

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