Lommiswil

Eigene Quelle oder Wasserkauf: Wegen Sanierung muss sich die Gemeinde überlegen, wie sie sich versorgen wird

Wie soll die Gemeinde mit Wasser versorgt werden?. (Symbolbild)

Wie soll die Gemeinde mit Wasser versorgt werden?. (Symbolbild)

Da der Weissensteintunnel ab Juni 2020 saniert wird, müssten die Tunnelleitungen für die Wasserversorgung nun erneuert werden. Dazu sind Abklärungen nötig.

Lommiswil bezieht Wasser über die eigene «Gänseloch-Quelle» in der Nähe von Gänsbrunnen. Das Wasser fliesst von dort über die Tunnelleitungen via Filterstation ins Lommmiswiler Reservoir. Da der Weissensteintunnel ab Juni 2020 saniert wird, müssten die Tunnelleitungen nun erneuert werden. Dazu sind Abklärungen nötig. «Ziel ist es, rechtzeitig Entscheidungsgrundlagen bereitzustellen und unnötige Investitionen zu vermeiden», erklärte Gemeinderätin Daniela Tillessen. Man will deshalb untersuchen, ob sich der Wasserbezug ab eigener Quelle über neu zu erstellende Tunnelleitungen und Schutzzonen-Massnahmen überhaupt lohnen würde. Dabei will man die Varianten «eigenes Wasser» oder «Fremdbezug Wasser» vergleichen, um zu vermeiden, dass eine wirtschaftlich unattraktive Lösung realisiert wird. Sorgfältige wirtschaftliche und technische Vorabklärungen sind dazu nötig, für welche der Gemeinderat einen Kredit von 150'000 Franken beantragte, welcher von der Gemeindeversammlung genehmigt wurde.

Das Budget 2018 schliesst bei einem Gesamtaufwand von 6,4 Millionen Franken mit einem Aufwandüberschuss von 216'881 Franken. Der gegenüber dem Budget 2017 höhere Aufwandüberschuss habe zwei Hauptgründe, erklärte Gemeindeverwalterin Inge Friedli. Einerseits schenke der Finanzausgleich weniger ein, die Gemeinde erhält 55'000 Franken weniger als im letzten Budget. Andererseits sei die Schule teurer geworden. Die Statutenänderung, welche eine Neuverteilung der Nettokosten vorsieht, mache sich im Budget mit Mehrausgaben von rund 230'000 Franken bemerkbar. Hingegen könne man davon ausgehen, dass der Steuerertrag dank des Bevölkerungswachstums etwas höher ausfallen werde.

Die Investitionsrechnung schliesst mit Nettoinvestitionen von 272'000 Franken. Es stehen Investitionen bei diversen Gemeindestrassen an, zudem soll ein Böschungsmäher für 20'000 Franken angeschafft werden. Auch der genehmigte Kredit betreffend Wasserversorgung befindet sich in der Investitionsrechnung. Das Budget wurde bei vier Enthaltungen ohne Gegenstimme genehmigt.

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