Gerlafingen

Ei, Ei, Ei – und nochmals Eier! Frühlings- und Osterdekorationen am Ostereiermarkt

Auch diesmal lockte der Ostereiermarkt mit Frühlings- und Osterdekorationen viel Publikum an.

Erstaunlich, was man mit Eiern alles machen kann. Am Ostereiermarkt im reformierten Kirchgemeindehaus, der dieses Jahr bereits das 32. Mal stattfand, konnten die zahlreichen Besucher und Besucherinnen Eier in allen Varianten bewundern und kaufen. Kunstvoll bemalt, geritzt, mit Strohapplikationen oder Quilling versehen, einer Technik aus ganz fein gefaltetem Papier.

Eier, mit der entspannenden Zen Tangle-Malerei verziert. Eier, filigran eingekleidet in Frivolité. Nicht zu verwechseln mit Klöppelarbeiten. Das eine mit Fäden auf Schiffchen, wobei ein Gespinst aus winzigen Knöpfchen entsteht. Das andere mit Hölzchen, mit welchen die Handarbeiterin die feinen Garne kunstvoll verwebt.

Eier als Kerzenständer oder Blumentöpfchen, Strausseneier, ausgestaltet als Osternest. Wachteleier, Hühnereier, Enten-, Gänse- und Schwaneneier. Eier aus Filz, aus Porzellan, aus Holz oder Keramik. Auffallend war, wie viele feine und feinste Arbeiten unter den geschickten Händen der rund 20 Ausstellenden entstanden sind.

Einigen konnte das Publikum beim Arbeiten zusehen. Unter all dieser Eiervielfalt gab es sogar solche, die mit Zwiebelschalentechnik gefärbt und zum Verzehr gedacht waren.

Simple Ideen – grosse Wirkung

Aber nicht nur Eier gehören zu Ostern. Ebenso gross war die Mannigfaltigkeit bei den ausgestellten Hühnern und Hasen. Die Künstler und Künstlerinnen warteten mit einer eindrucksvollen Ideenvielfalt auf. Aus ganz einfachen Materialien entstanden lustige, dekorative Gegenstände.

Man schneide einen Eierkarton in sechs Teile. Mit ein paar Federn verziert und ein bisschen Ostergras hinzugefügt entstehen Hennen mit Osternest auf dem Rücken. Oder zwei Schnüre an Blumentöpfchen befestigt ergibt Hühner, die auf einem Sims sitzend die Beine baumeln lassen. Aus Stoff genähte Hasen kann man als Kissen brauchen oder in der Keramikvariante im Garten aufstellen.

Immer etwas Neues

Seit zwölf Jahren organisiert Irène Riedweg, die auf Strohapplikationen und Quilling spezialisiert ist, diesen Anlass. Er steht unter dem Patronat des Kulturausschusses der Gemeinde. Riedweg ist darauf bedacht, jedes Jahr zwei bis drei neue Aussteller zu finden. «Damit bleibt der Markt interessant. Die Besucher kommen nicht mehr, wenn sie jedes Jahr dasselbe Angebot antreffen», sagt Riedweg. Was sie bedauert ist, dass sich kaum junge Leute finden, die ihre Arbeiten präsentieren würden.

Der Markt ist nicht auf Gewinn bedacht. Die Ausstellenden bringen Kuchen und Torten mit, die in der Kaffeestube im Foyer angeboten werden. Der Erlös davon dient zum Decken der Unkosten. Bleibt noch ein Gewinn übrig, veranstaltet die Organisatorin ein Essen mit den Teilnehmenden.

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