Biberist
Ehemaliges Schützenhaus wird nun umgebaut

Nachdem die Jugendarbeit Biberist wegen der Coronakrise den Treff schliessen musste, wird nun der Umbau der Räume angegangen.

Rahel Meier
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Umbau Jugendtreff / Schützenhaus Biberist
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Die Schützenstube wurde isoliert und ein neuer Boden eingebaut.
Die Schützenstube wurde isoliert und ein neuer Boden eingebaut.
Die Schützenstube wurde isoliert und ein neuer Boden eingebaut.
Die Schützenstube wurde isoliert und ein neuer Boden eingebaut.
Das ehemalige Schützenhaus wird isoliert und das Dach neu gemacht. Innen werden die Räume neu unterteilt und der Boden ausnivelliert.
Das ehemalige Schützenhaus wird isoliert und das Dach neu gemacht. Innen werden die Räume neu unterteilt und der Boden ausnivelliert
Das ehemalige Schützenhaus wird isoliert und das Dach neu gemacht. Innen werden die Räume neu unterteilt und der Boden ausnivelliert
Das ehemalige Schützenhaus wird isoliert und das Dach neu gemacht. Innen werden die Räume neu unterteilt und der Boden ausnivelliert
Auch die Umgebung wird wieder auf Vordermann gebracht.
Auch die Umgebung wird wieder auf Vordermann gebracht.
Mit dem Räumen wurde bereits begonnen.

Umbau Jugendtreff / Schützenhaus Biberist

Rahel Meier

Es läuft etwas rund um den Jugendtreff im ehemaligen Schützenhaus Biberist. Eine grosse Mulde ist gefüllt mit allerlei Material, das entsorgt werden soll. Und die Schützenstube, der kleinere der beiden Jugendräume, zeigt sich mit einem neuen Innenleben.

Schon Ende Winter hat Jugendarbeiter Gion Jost – zusammen mit Jugendlichen – damit begonnen, die Schützenstube zu isolieren. Nach dem Ausbruch der Coronakrise und dem Lockdown hat er vieles selbst fertiggestellt. «Wir hoffen, dass es künftig im Winter wärmer ist und wir den Raum besser nützen können.» Zudem wurde ein neuer Boden gelegt.

Umbau sollte 2021 fertig werden

Im Schützenhaus, dem grösseren Gebäude, wird der bauliche Eingriff etwas grösser. Das Haus wird komplett isoliert und das Dach erneuert. Der Boden wird ausgeglichen, heute hat er verschiedene Niveaus. Dazu wird der grosse Raum aufgeteilt in mehrere Räume, eine kleine Küche wird eingebaut, ebenso eine Toilette, die auch von aussen her zugänglich ist. Es werden zudem nordseitig neue Fenster eingebaut und der Raum wird mit einer Rollstuhlrampe auch für Behinderte erschlossen. Bevor die Arbeiten starten, muss das Gebäude aber schadstoffsaniert werden. Dort wo das möglich ist, werden die jugendlichen Treffbesucher in die Umbauarbeiten einbezogen. Bei den Abbrucharbeiten beispielsweise und später dann sicher wieder bei den Malerarbeiten.

Ein Fünftel der Besucher ist weiblich

Die Jugendarbeit Biberist-Lohn-Ammannsegg besteht aus dem Jugendbüro und den beiden
Jugendräumen (Schützenhaus und Schützenstube) sowie dem Aussenraum. Willkommen sind Jugendliche ab der 5. Klasse. Der Jugendtreff ist am Mittwoch-, am Donnerstag- und am Freitagnachmittag geöffnet. Dazu abwechslungsweise am Freitagabend bis 22 Uhr oder am Samstagnachmittag. 2019 wurde der Jugendtreff durchschnittlich von 14 Jugendlichen pro Tag besucht. 2020 hat sich diese Zahl auf 16 erhöht. 2019 waren 81 Prozent der Besucher männlich und 19 Prozent weiblich. 47 Prozent kamen aus der Mittelstufe, 51 aus der Oberstufe und zwei Prozent waren Schulabgänger. Die Jugendräume und das Jugendbüro werden von den Jugendlichen für sportliche Aktivitäten wie Tanzen und Boxen, aber auch zum Gamen, Videos schauen, Billard, Pingpong, Musik hören, zum Aufgabenmachen, um Bewerbungen zu schreiben oder einfach nur zum Chillen genützt. Auch für Geburtstags- oder andere Partys stehen die Räume offen, ebenso für den Austausch mit den Jugendarbeitern bei persönlichen Problemen.
Ausserhalb der Öffnungszeiten werden die Räumlichkeiten der Jugendarbeit von exter-
nen Gruppen genützt. Der Biberister Tanzgruppe Rondabout, oder der Kinder-Gugge «Note- Tschauper» beispielsweise. (rm)

An der Gewerbeausstellung im Jahr 2017 war die Jugendarbeit präsent und hat Helfer und Gönner für den Umbau des Schützenhauses gesucht. Arbeiten diese nun auch tatsächlich? «Ja. Die ersten haben uns schon geholfen. Die Leute werden nun nach und nach angefragt», so Rebekka Schafroth und Gion Jost. Sie hoffen, dass die Räumlichkeiten im Sommer 2021 fertig sind. Nicht nur im Schützenhaus wird gearbeitet. Auch der Bike-Park soll wieder instand gestellt werden. Ein neuer Verein kümmert sich darum.

Seit es das Coronavirus wieder zulässt, seien die Vereinsmitglieder vier- bis fünfmal pro Woche an der Arbeit. Während der Umbauphase werden Schafroth und Jost flexibel auf die Bedürfnisse der Jugendlichen reagieren. Der kleinere Raum kann genützt werden. Möglicherweise können sie auch teilweise in den Bunker nach Lohn-Ammannsegg ausweichen. Oder sie stellen ein mobiles Angebot auf den Schulhausplatz. Sicher ist: «Der Töggelikasten kommt für die Übergangsphase in die Schützenstube.»

Angebote im Sommer und auch im Herbst

Nachdem in den Frühlingsferien alle Aktivitäten abgesagt werden mussten, ist der Jugendtreff im Sommer meistens offen. In dieser Woche ist Aufräumen und Ausmisten im grossen Raum angesagt. In der dritten und der vierten Ferienwoche ist der Jugendtreff normal geöffnet und in der letzten Schulferienwoche findet das Waldlager mit rund 25 Kindern statt. «Sofern uns das Coronavirus nicht wieder einen Streich spielt.»

Rebekka Schafroth und Gion Jost freuen sich, dass die Aktivitäten, die im Frühling geplant waren, nun im Herbst angeboten werden können. Auf dem Programm stehen Kurse wie «Soulfood» (gesunder Fast Food), alkoholfreie Drinks mischen, aber auch Bilder gestalten mit einem Maler. Die Durchführung des Flohmarkts am 29. August ist noch offen. Die Strassenfussballanlage wird diesen August wieder beim Schulhaus in Biberist aufgestellt. Die Jugendlichen können diese spontan nützen, es werden aber auch kleinere Turniere durchgeführt.

Wieder offen, aber mit Präsenzliste

Wegen der Coronakrise musste der Jugendtreff vom 14. März bis zum 15. Mai geschlossen werden. Jost nützte diese Zeit, um die Schützenstube zu sanieren. Schafroth übernahm die Koordination von «Biberist hilft», bot Hausaufgabenhilfe per Videochat an und hielt den Kontakt mit den Jugendlichen via
soziale Medien aufrecht. Am Nachmittag waren die beiden telefonisch immer erreichbar. Teilweise hätten die Jugendlichen sich im Skatepark aufgehalten, da habe man sich auch gesehen. «Dazu haben wir viel Administrativarbeit erledigt, geputzt und aufgeräumt», so Schafroth und Jost. Zwischendurch habe man den Jugendlichen eine Challenge angeboten. «Aber wir haben das bewusst nicht allzu häufig gemacht.»

Vom 17. Mai bis zum 8. Juni war der Jugendtreff dann reduziert wieder geöffnet. Die Jugendlichen mussten sich anmelden, damit die Gruppen nicht zu gross wurden. Seit dem 8. Juni läuft der Betrieb wieder normal – unter Einhaltung der Schutzvorschriften. «Dazu gehört auch, dass sich die Jugendlichen an- und abmelden müssen und wir eine Präsenzliste führen.»