Biberist

Ehemaliges Schützenhaus wird nun umgebaut

Nachdem die Jugendarbeit Biberist wegen der Coronakrise den Treff schliessen musste, wird nun der Umbau der Räume angegangen.

Es läuft etwas rund um den Jugendtreff im ehemaligen Schützenhaus Biberist. Eine grosse Mulde ist gefüllt mit allerlei Material, das entsorgt werden soll. Und die Schützenstube, der kleinere der beiden Jugendräume, zeigt sich mit einem neuen Innenleben.

Schon Ende Winter hat Jugendarbeiter Gion Jost – zusammen mit Jugendlichen – damit begonnen, die Schützenstube zu isolieren. Nach dem Ausbruch der Coronakrise und dem Lockdown hat er vieles selbst fertiggestellt. «Wir hoffen, dass es künftig im Winter wärmer ist und wir den Raum besser nützen können.» Zudem wurde ein neuer Boden gelegt.

Umbau sollte 2021 fertig werden

Im Schützenhaus, dem grösseren Gebäude, wird der bauliche Eingriff etwas grösser. Das Haus wird komplett isoliert und das Dach erneuert. Der Boden wird ausgeglichen, heute hat er verschiedene Niveaus. Dazu wird der grosse Raum aufgeteilt in mehrere Räume, eine kleine Küche wird eingebaut, ebenso eine Toilette, die auch von aussen her zugänglich ist. Es werden zudem nordseitig neue Fenster eingebaut und der Raum wird mit einer Rollstuhlrampe auch für Behinderte erschlossen. Bevor die Arbeiten starten, muss das Gebäude aber schadstoffsaniert werden. Dort wo das möglich ist, werden die jugendlichen Treffbesucher in die Umbauarbeiten einbezogen. Bei den Abbrucharbeiten beispielsweise und später dann sicher wieder bei den Malerarbeiten.

An der Gewerbeausstellung im Jahr 2017 war die Jugendarbeit präsent und hat Helfer und Gönner für den Umbau des Schützenhauses gesucht. Arbeiten diese nun auch tatsächlich? «Ja. Die ersten haben uns schon geholfen. Die Leute werden nun nach und nach angefragt», so Rebekka Schafroth und Gion Jost. Sie hoffen, dass die Räumlichkeiten im Sommer 2021 fertig sind. Nicht nur im Schützenhaus wird gearbeitet. Auch der Bike-Park soll wieder instand gestellt werden. Ein neuer Verein kümmert sich darum.

Seit es das Coronavirus wieder zulässt, seien die Vereinsmitglieder vier- bis fünfmal pro Woche an der Arbeit. Während der Umbauphase werden Schafroth und Jost flexibel auf die Bedürfnisse der Jugendlichen reagieren. Der kleinere Raum kann genützt werden. Möglicherweise können sie auch teilweise in den Bunker nach Lohn-Ammannsegg ausweichen. Oder sie stellen ein mobiles Angebot auf den Schulhausplatz. Sicher ist: «Der Töggelikasten kommt für die Übergangsphase in die Schützenstube.»

Angebote im Sommer und auch im Herbst

Nachdem in den Frühlingsferien alle Aktivitäten abgesagt werden mussten, ist der Jugendtreff im Sommer meistens offen. In dieser Woche ist Aufräumen und Ausmisten im grossen Raum angesagt. In der dritten und der vierten Ferienwoche ist der Jugendtreff normal geöffnet und in der letzten Schulferienwoche findet das Waldlager mit rund 25 Kindern statt. «Sofern uns das Coronavirus nicht wieder einen Streich spielt.»

Rebekka Schafroth und Gion Jost freuen sich, dass die Aktivitäten, die im Frühling geplant waren, nun im Herbst angeboten werden können. Auf dem Programm stehen Kurse wie «Soulfood» (gesunder Fast Food), alkoholfreie Drinks mischen, aber auch Bilder gestalten mit einem Maler. Die Durchführung des Flohmarkts am 29. August ist noch offen. Die Strassenfussballanlage wird diesen August wieder beim Schulhaus in Biberist aufgestellt. Die Jugendlichen können diese spontan nützen, es werden aber auch kleinere Turniere durchgeführt.

Wieder offen, aber mit Präsenzliste

Wegen der Coronakrise musste der Jugendtreff vom 14. März bis zum 15. Mai geschlossen werden. Jost nützte diese Zeit, um die Schützenstube zu sanieren. Schafroth übernahm die Koordination von «Biberist hilft», bot Hausaufgabenhilfe per Videochat an und hielt den Kontakt mit den Jugendlichen via
soziale Medien aufrecht. Am Nachmittag waren die beiden telefonisch immer erreichbar. Teilweise hätten die Jugendlichen sich im Skatepark aufgehalten, da habe man sich auch gesehen. «Dazu haben wir viel Administrativarbeit erledigt, geputzt und aufgeräumt», so Schafroth und Jost. Zwischendurch habe man den Jugendlichen eine Challenge angeboten. «Aber wir haben das bewusst nicht allzu häufig gemacht.»

Vom 17. Mai bis zum 8. Juni war der Jugendtreff dann reduziert wieder geöffnet. Die Jugendlichen mussten sich anmelden, damit die Gruppen nicht zu gross wurden. Seit dem 8. Juni läuft der Betrieb wieder normal – unter Einhaltung der Schutzvorschriften. «Dazu gehört auch, dass sich die Jugendlichen an- und abmelden müssen und wir eine Präsenzliste führen.»

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