Biberist
Durch Sanierungsprojekt soll es mitten im Dorf keinen Stau mehr geben

In Biberist liegt ein Strassensanierungsprojekt auf. Dieses betrifft die Betonstrassensanierung und das Verkehrsmanagement auf der Solothurnstrasse vom Taubenmoosweg (südlich «Enge») bis zum Bahnübergang RBS.

Urs Byland
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Der Kreisel Aespli erhält eine Ampel, die der Busbevorzugung und der Stauraumbewirtschaftung dienen wird. Die Ampel wird vor der Insel (links) platziert.

Der Kreisel Aespli erhält eine Ampel, die der Busbevorzugung und der Stauraumbewirtschaftung dienen wird. Die Ampel wird vor der Insel (links) platziert.

Urs Byland

Ausserorts wurden die Massnahmen mit der Sanierung der Strasse zwischen Fliederweg und Kreisel Aespli bereits realisiert, weil die Strasse dort in einem sehr schlechten Zustand war. Die dort aktuell gezeichnete Bus- und Velospur soll nördlich bis zum Taubenmoosweg (130 Meter) und südlich nach dem Kreisel Aespli bis zum Knoten Waldstrasse weitergeführt werden.

Verkehrsmanagement-Massnahmen

In Vorstudien waren drei Verkehrsmanagement-Massnahmen auf der Solothurnstrasse, Bernstrasse (östlich Bahnübergang Franzacker) und Gerlafingenstrasse (Abzweigung Derendingenstrasse) vorgesehen. Haben diese räumlich weit auseinanderliegenden Dosierungsstellen die gewünschte Wirkung beim Kreisel St. Urs, zumal die Schranken bei den Bahnübergängen den Verkehrsfluss beträchtlich beeinflussen?

Im Begleitbericht zum aktuell aufgelegten Strassensanierungsprojekt Solothurnstrasse kommen die Verfasser zum Schluss, dass die Distanzen teilweise zu gross sind. So mache es wenig Sinn, auf der Bernstrasse den Verkehrsfluss zu dosieren, weil die Stauung vor dem Kreisel St. Urs nicht allzu gross ist. Zudem haben die Fahrzeuge am Kreisel aus Richtung Lohn-Ammannsegg Nachtritt. Gegenüber dem Bund, der die Verkehrsmanagement-Massnahmen in Biberist als A-Projekt im Rahmen des Agglomerationsprogrammes einstufte und mit 35 Prozent mitfinanziert, wurde eine Projektänderung eingegeben. Verzicht auf Massnahmen Bernstrasse, dafür Erweiterung der Massnahme Solothurnstrasse bis zur Waldstrasse, was dem vorliegenden Projekt (2,19 Mio. Franken) entspricht. Die Massnahme an der Gerlafingenstrasse ist noch in Prüfung, war auf dem Amt für Verkehr und Tiefbau zu vernehmen. (uby)

Vom Kreisel Aespli bis zum Knoten Waldstrasse, der Kreuzung vor dem Bahnübergang RBS, wird die Betonfahrbahn saniert. Die Bus- und Velospur kommt in den Bereich des heutigen, westlichen Rad- und Gehweges zu liegen. Die Kreuzung Solothurn-/Waldstrasse, kurz vor dem Bahnübergang, wird umgestaltet und mit einer Lichtsignalanlage ausgerüstet. Die Bauarbeiten für das Projekt, das 2,19 Millionen Franken kostet, so die Schätzung, sollen in drei Etappen im kommenden Jahr 2016 ausgeführt werden.

Die Verkehrsmanagement-Massnahmen, und dazu gehört dieses Strassensanierungsprojekt, wurden nötig wegen den Verkehrsproblemen beim Kreisel St. Urs in Biberist. Dort treffen drei regionale Verkehrsachsen aufeinander. Der Kreisel hat eine Kapazität von 2200 Fahrzeugen pro Stunde. Während den Spitzenstunden kommt es täglich zu Staubildungen mitten im Dorf.

Da am Kreisel kaum höhere Kapazitäten geschaffen werden können, soll der Verkehr ausserhalb des Siedlungsgebietes aufgestaut werden, schreibt das kantonale Amt für Verkehr und Tiefbau im Begleitbericht zum Strassensanierungsprojekt. Der öffentliche Verkehr erhält den Vorzug und der Individualverkehr soll innerorts verflüssigt werden. Sobald die zulässige Belastung während der Abendspitzenstunde überschritten wird, beginnt an der Busschleuse beim Kreisel Aespli eine Zufahrtsdosierung zu wirken.

Mit der Verkehrsdosierung und der Stauraumbewirtschaftung werde nicht eine Reisezeiterhöhung angestrebt. Die Zeit für die Durchfahrt in Biberist soll gleich lange dauern wie heute. Ausgenommen seien, laut Bericht, allgemein steigende Reisezeiten, welche sich durch Verkehrszunahmen und den immer stärker ausgelasteten Verkehrsnetzen ergeben würden.

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