Ausserorts wurden die Massnahmen mit der Sanierung der Strasse zwischen Fliederweg und Kreisel Aespli bereits realisiert, weil die Strasse dort in einem sehr schlechten Zustand war. Die dort aktuell gezeichnete Bus- und Velospur soll nördlich bis zum Taubenmoosweg (130 Meter) und südlich nach dem Kreisel Aespli bis zum Knoten Waldstrasse weitergeführt werden.

Was beim Kreisel Aespli noch fehlt, ist die Ampel westlich der Fahrbahn, die der Busbevorzugung dienen wird. Sie bleibt im Normalbetrieb dunkel, schaltet aber ein, wenn sich ein Bus nähert, stoppt den Individualverkehr Richtung Biberist und gibt dem Bus Vortritt. Die Ampel soll künftig im Rahmen der Verkehrsmanagement-Massnahmen in den Verkehrsspitzenzeiten auch der Stauraumbewirtschaftung dienen.

Vom Kreisel Aespli bis zum Knoten Waldstrasse, der Kreuzung vor dem Bahnübergang RBS, wird die Betonfahrbahn saniert. Die Bus- und Velospur kommt in den Bereich des heutigen, westlichen Rad- und Gehweges zu liegen. Die Kreuzung Solothurn-/Waldstrasse, kurz vor dem Bahnübergang, wird umgestaltet und mit einer Lichtsignalanlage ausgerüstet. Die Bauarbeiten für das Projekt, das 2,19 Millionen Franken kostet, so die Schätzung, sollen in drei Etappen im kommenden Jahr 2016 ausgeführt werden.

Die Verkehrsmanagement-Massnahmen, und dazu gehört dieses Strassensanierungsprojekt, wurden nötig wegen den Verkehrsproblemen beim Kreisel St. Urs in Biberist. Dort treffen drei regionale Verkehrsachsen aufeinander. Der Kreisel hat eine Kapazität von 2200 Fahrzeugen pro Stunde. Während den Spitzenstunden kommt es täglich zu Staubildungen mitten im Dorf.

Da am Kreisel kaum höhere Kapazitäten geschaffen werden können, soll der Verkehr ausserhalb des Siedlungsgebietes aufgestaut werden, schreibt das kantonale Amt für Verkehr und Tiefbau im Begleitbericht zum Strassensanierungsprojekt. Der öffentliche Verkehr erhält den Vorzug und der Individualverkehr soll innerorts verflüssigt werden. Sobald die zulässige Belastung während der Abendspitzenstunde überschritten wird, beginnt an der Busschleuse beim Kreisel Aespli eine Zufahrtsdosierung zu wirken.

Mit der Verkehrsdosierung und der Stauraumbewirtschaftung werde nicht eine Reisezeiterhöhung angestrebt. Die Zeit für die Durchfahrt in Biberist soll gleich lange dauern wie heute. Ausgenommen seien, laut Bericht, allgemein steigende Reisezeiten, welche sich durch Verkehrszunahmen und den immer stärker ausgelasteten Verkehrsnetzen ergeben würden.