Abbruch

Dreiervorschlag nicht möglich: Kammersrohr stoppt Fusions-Projekt

Kammersrohr muss das laufende Fusions-Projekt stoppen.

Kammersrohr muss das laufende Fusions-Projekt stoppen.

Es ist nicht möglich, eine Auswahl an drei Gemeinden für einen Zusammenschluss vorzulegen. Zu diesem Schluss kommt der Kanton. Deshalb hat Kammersrohr nun beschlossen, das ganze Fusions-Projekt zu stoppen.

«Nachdem Abklärungen bei den kantonalen Ämtern zuvor ergeben hatten, dass das vom Gemeinderat ins Auge gefasste Vorgehen (...) möglich sei, wurde er vor wenigen Tagen durch den Kanton orientiert, dass dies doch nicht machbar sei», heisst es in einem Brief der Gemeinde Kammersrohr. 

Eigentlich sollten den Stimmbürgern die drei Gemeinden Günsberg, Hubersdorf und Feldbrunnen-St.Niklaus als Fusionspartner zur Auswahl stehen. Doch eine Abstimmung mit einem Dreiervorschlag ist gesetzlich nicht vorgesehen, kommt der Kanton zum Schluss. «Die Behörden haben nicht die Möglichkeit, eine Anschlussfrage zu stellen», erläutert André Grolimund, Chef Amt für Gemeinden.

Massive Verbesserung

Darüber hinaus sah sich die Gemeinde Kammersrohr in letzter Zeit mit weiteren Problemen konfrontiert. Diese würden «eine vertiefte Abklärung bedürfen», heisst es im Brief, der von Gemeindepräsident Terry Spillmann und dem Vize Urs Böhlen unterschrieben wurde und dieser Zeitung vorliegt. Konkret gehe es um die Auswirkungen des neuen Finanzausgleichs auf die Gemeindefinanzen. «Erste Annahmen gingen von 90'000 Franken Mehrkosten für uns aus», erklärt Spillmann auf Anfrage. «Diese Erhöhung konnten wir nicht nachvollziehen. Jetzt sieht es wesentlich normaler aus.» Die Rede sei von Mehrkosten von 30'000 Franken. Diese massive Verbesserung verändert die Ausgangslage offenbar.

Der Gemeinderat sieht sich ausserstande, das von ihm beantragte und von der Gemeindeversammlung akzeptierte Konzept «Gemeindefusion» in dieser Form weiter zu verfolgen und hat deshalb beschlossen, das laufende Projekt zu stoppen.

Die Fusion sei noch nicht vom Tisch, so Spillmann, aber in den Hintergrund getreten. Der Gemeinderat prüft nun weitere Möglichkeiten und will «zu gegebener Zeit» einen neuen Vorschlag unterbreiten. 

Die Gemeindeversammlung von Kammersrohr hatte am 22.Juni grossmehrheitlich beschlossen, auf die Fusionsverhandlungen mit Günsberg, Hubersdorf und Feldbrunnen-St.Niklaus einzutreten. Eigentlich wollte man bereits im Herbst zur Abstimmung schreiten. (ldu/uby)

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