Nicolas Noverraz, Bernhard Annen und Simon Berger – drei Namen von Kunstschaffenden, die bisher in der Region noch nicht in Erscheinung getreten sind. Die drei zeigen Spektakuläres.
Simon Berger aus Niederönz (*1976) ist ausgebildeter Schreiner. Er begann als Streetartkünstler, der sprayte.

Heute verwendet er vorwiegend Restmaterialien wie Holz, Blech, Glas, Kork oder auch ein ganzes Auto für seine Kunst. Er widmet sich hauptsächlich dem Porträt. Die Gesichter werden sodann zu spektakulären, unvorhersehbaren Kompositionen.

Nicolas Noverraz (*1969) aus Genf bezeichnet sich selbst gerne als Schweizer Andy Warhol. Tatsächlich nimmt er Warhols Serien von Konsumgütern auf und adaptiert dies auf Produkte aus der Schweiz: Zweifel Chips, Sugus, Aromat. Seine farbintensiven Siebdrucke lassen schmunzeln und fast ein Heimatgefühl aufkommen.

Der dritte im Bunde ist der Muotataler Bernhard Annen (*1975). Ursprünglich zum Brienzer Holzschnitzer ausgebildet, bleibt er auch in seiner Kunst dem Werkstoff Holz mehrheitlich treu. Ungewöhnliche Holzarten bearbeitet er fein oder gar brachial. Doch es sind auch Arbeiten aus glattem Beton zu entdecken, die dieser Künstler aus Formen giesst. Seine Motive sind ebenfalls der Mensch als ganze Figur oder als Gesicht. Nicht immer sind es schmeichelhafte Porträts, dafür sind sie von entlarvendem Realismus. Weitere Motive von Annen sind urzeitlich anmutende Tiere und Skizzen.

Alte Brennerei Unterramsern, Hauptstrasse 61. Bis 29. April. Die Vernissage findet am Sonntag, 8. April, um 14 Uhr statt.