Feldbrunnen-St. Niklaus

Drei Interessenten für den «Durstigen Wanderer»

Das Restaurant Durstiger Wanderer in Feldbrunnen-St.Niklaus.

Das Restaurant Durstiger Wanderer in Feldbrunnen-St.Niklaus.

Der Gemeinderat befasste sich mit Zukunft des aktuell leer stehenden Restaurants an der Baselstrasse

Von der einladenden Dorfbeiz mit Gartenwirtschaft, wie schon berichtet, über ein feines Speiselokal bis hin zum Gourmet-Tempel mit nationaler Anziehungskraft: so weit reicht gegenwärtig die Bewerberpalette, die sich in den letzten Wochen auf ein Trio erweitert hat. Gemeindepräsidentin Anita Panzer stellte dem Rat die Konzepte der möglichen drei Pächter vor.

«Wie sieht die passende Lösung für Feldbrunnen aus?», fragten sich die Ratsmitglieder in ihrer Diskussion. Ist ein durchaus verlockendes Hochpreis-Restaurant an dieser Stelle tatsächlich das Richtige? Oder verstärkt sich so eher das Risiko für die Einwohnergemeinde als Besitzerin des Gebäudes, die das Problem mangelnder Gästefrequenz und häufiger Pächterwechsel in dieser Liegenschaft ja kennt?

«Wenn wir absolute Sicherheit wollen, sollten wir aufs Restaurant verzichten und den ‹Durstigen Wanderer› in ein Investitionsobjekt etwa mit Wohnungen verwandeln», wandte Thomas Schluep ein. Die Erfahrungen der letzten Jahre bezüglich Betrieb und Besuchszahlen im Restaurant würden eine Entscheidung ausserordentlich schwierig machen.

«Neben dem ‹Pintli› im Ortsteil St. Niklaus braucht es eigentlich keine zweite Edel-Gastronomie im Feldbrunnen», wandte Alfred Hug ein, der auf die Notwendigkeit eines gemütlichen Dorftreffpunkts auch mit Stammtisch verwies. Die Namen der Bewerber werden noch vertraulich behandelt. Laut Gemeindepräsidentin sollte die Entscheidung, wer mit welchem Angebot das Restaurant in eine hoffentlich gute Zukunft führt, spätestens vor den Sommerferien fallen.

Positive Zahlen

Die Gemeinderechnung 2016, wie sie die Stimmbürgerinnen und -bürger in Auszügen in der Broschüre im Vorfeld zur Gemeindeversammlung lesen werden, wurde bereits an der letzten Sitzung verabschiedet. Bei Einnahmen von 4 Millionen Franken liegt der Überschuss bei rund 300 000 Franken. Finanzverwalterin Isabella Howald machte danach mit der Geldflussrechnung, die sich aus Betriebstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit zusammensetzt, bekannt und hatte für 2016 dank Steuerfussanhebung eine Zunahme der flüssigen Mittel um 4287 Franken ermittelt. Das Vorjahr verzeichnete noch eine Abnahme um rund 11 500 Franken. Dann erläuterte sie die Finanzkennzahlen, von denen der Kanton neu unter HRM2 etliche höher gewichtet.

Die Kantonale Finanzstatistik werde zeigen, dass die Gemeinde in allen Bereichen wie Nettoverschuldungsquotient, Selbstfinanzierungsgrad, Zinsbelastungsanteil beneidenswert gut dasteht.

Teurere Ortsplanung

Sorge bereitete dem Rat die mit «Zähneknirschen gut geheissene» Kostenentwicklung in der Ortsplanungsrevision. Die Ausgaben sind mit mehreren Jahren Arbeit und der «Zusatzschlaufe» fürs Räumliche Leitbild auf mehr als 164 000 Franken angewachsen. Weitere Gelder werden nötig für Erschliessungsstudien nebst Einspracheverhandlungen bei den ins Auge gefassten Einzonungen Steinenberg-Ost und fürs Areal an der Schützenstrasse. Der Rat beauftragte Theo Schnider, Präsident der Ortsplanungskommission, an der Gemeindeversammlung zu Kostenhöhe und weiteren Fragen zu informieren.

Weiter hat der Gemeinderat Adrian Zbinden als Gemeindedelegierten bei der Delegiertenversammlung des Sozialdienstes Mittlerer und Unterer Leberberg autorisiert, am heutigen Mittwoch allen traktandierten Geschäften, dem Nachtragskredit von 4 Mio. Franken sowie der Zuweisung des Rechnungsüberschusses ins Eigenkapital zuzustimmen. Für 2016 erhielt Feldbrunnen eine Rückerstattung von 20 000 Franken.

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