Total drei Einsprachen wurden eingereicht, so Biberists Bauverwalter auf Anfrage.

Markus Grütter, einer der Einsprecher, spricht dem Bauvorhaben Zonenkonformität ab. In einer Stellungnahme schreiben die Wagabunten, dass Grütter mit der Sammelklage Stimmung gegen Neues und Unbekanntes mache. «Alles Erdenkliche wird unternommen, es zu verhindern oder zu erschweren.»

Zwar seien sie 2016 von der Stadt Solothurn mit einem Wegweisungsverfahren dauerhaft vertrieben worden, aber immer wieder seien Zwischennutzungen bei Privateigentümern möglich geworden. «Doch selbst Privatleute, welche alternative Wohnformen unterstützen, müssen mit Anfeindungen rechnen», ärgern sich die Wagabunten.

Grütter fürchtet ein Präjudiz. Die Wagabunten kontern. «Warum findet er es störend und negativ, wenn sich Menschen Gedanken zu Umwelt, Konsum, Verschwendung, soziales Zusammenleben, ökologischem Gleichgewicht machen und zum Schluss kommen, eine andere Lebensform erstrebenswerter zu finden?», schreiben sie. Bezugnehmend auf die Homepage von Grütter, sein Hobby sei, neue Kulturen kennen zu lernen, laden sie ihn zu einem Besuch in der Wagenburg ein.

SVPler spricht für Wagabunten

Unterstützung erhalten die Wagabunten von SVP-Kantonsrat und Landwirt Hans Marti. Er sympathisiert mit den Anliegen der Wagabunten. «Ich habe sie schon immer unterstützt, wie ich auch vor bald fünf Jahren das Anliegen unterstützte, im Bleichenberg, ebenfalls bei Landwirt Urs Zuber, einen Standplatz für Schweizer Fahrende einzurichten, was aber scheiterte», erklärt Hans Marti. «Das sind auch Schweizer. Sie arbeiten, zahlen Steuern und halten Ordnung.»

Seine Partei sei in dieser Sache vielleicht nicht seiner Meinung, aber das störe ihn nicht. «Sie sollen irgendwo sein dürfen und ihre Lebenseinstellung ist sicher nicht schlecht.» Es habe sich schon manches als richtig erwiesen, wo er sich gegen die Parteimeinung stellte.