Lohn-Ammannsegg

Drei Bauprojekte für Schule, Sport, Feuerwehr und Werkhof vorgestellt

Auf der Wiese nördlich der Guthirtkirche ist ein Gebäude für Feuerwehr und Sport geplant

Auf der Wiese nördlich der Guthirtkirche ist ein Gebäude für Feuerwehr und Sport geplant

Am Informationsanlass zur Infrastrukturplanung der Hochbauten in Lohn-Ammannsegg wurde eine Machbarkeitsstudie vorgestellt.

Am Montagabend führte der Gemeinderat von Lohn-Ammannsegg einen Informationsanlass durch. Thema des Abends war die Infrastrukturplanung von Schul-, Sport-, Verwaltungs-, Werk- und Kulturräumen. Ziel war laut Organisatoren, die Gemeinde über den momentanen Stand des Projektes zu informieren. Dies in Vorbereitung auf die Abstimmung über den Planungskredit an der Budgetgemeindeversammlung.

«Ich freue mich, so viele Leute begrüssen zu dürfen», sagte Gemeindepräsident Markus Sieber zum Einstieg. Nach der letzten Gemeindeversammlung habe er nicht mit einem so grossen Publikum gerechnet. Das Interesse am Bauprojekt war gross. Fast fünfzig Personen liessen sich über die Machbarkeitsstudie und die nächsten Schritte informieren.

Ein Neubau, eine Halle und ein Umbau

Der Stand der Dinge wurde der Zuhörerschaft von der am Projekt beteiligten Arbeitsgruppe sowie der Kontextplan AG vorgestellt. Das Resultat der Machbarkeitsstudie: Drei Bauprojekte sollen in Zukunft den Platzmangel von Schule, Gemeinde, Feuerwehr und Werkhof beheben. Am wichtigsten sei bei der Entwicklung der Projekte gewesen, dass Synergien genutzt und Kosten gespart werden.

Das erste Projekt ist ein Neubau zwischen der bestehenden Mehrzweckhalle und dem Kindergarten an der Friedhofstrasse. Dieser würde gemäss Kontextplan Raum für Kindergarten, Schule, Tagesstätte sowie neue Kulturräume schaffen.

Im zweiten Projekt ist die Kombination eines Feuerwehrgebäudes sowie einer Sporthalle vorgesehen. Dies ebenfalls in einem Neubau auf der momentan freien Parzelle an der Friedhofstrasse, Wassergasse und der Steinackerstrasse. Das Ziel dort: Den Neubau so kompakt wie möglich zu gestalten, sodass in der Nachbarschaft so wenig Volumen wie möglich wahrgenommen wird. Zudem bestehe die Möglichkeit, die einfache Sporthalle später in eine Doppelsporthalle auszubauen.

Weiter ist beim aktuellen Feuerwehrgebäude und bei der Gemeindeverwaltung ein Umbau geplant. Im bestehenden Gebäude sollen in Zukunft mehr Sitzungsräume und Arbeitsplätze für die Gemeindeverwaltung generiert werden. Nebst dem soll der Werkhof dort in Zukunft zentralisiert werden.

In Teilschritten soll das Ziel erreicht werden

Die Auslöser für die infrastrukturellen Planungen waren gemäss Isabelle Scheidegger-Blunschy, Leiterin der Arbeitsgruppe, die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde und der bestehende Platzmangel. Der Planung der Gebäude gingen deshalb Interviews mit den Nutzergruppen der vorhandenen Infrastruktur sowie Datenanalysen voran.

Nach der Präsentation des Projektes übernahm Markus Sieber wieder das Zepter. Damit das Projekt überhaupt in die Realisierung gehen könne, stünden Entscheide in der Gemeindeversammlung sowie einer Urnenabstimmung auf dem Programm. Ziel sei es, in einem nächsten Schritt einen Studienauftrag zu erarbeiten. «Dabei sollen sich mehrere Büros die Projekte anschauen», erklärte Sieber. Dafür müsse die Gemeindeversammlung im Dezember einen Kredit von etwa 400'000 Franken genehmigen. Ende 2021 soll dann die Abstimmung über den Projektierungs– und Baukredit von heute geschätzten 13,9 Millionen Franken abgehalten werden.

Parkplatzsituation und Lärm wurden diskutiert

Die anschliessende Diskussion zeigte: Bedenken gibt es vor allem im Bezug auf die Quartierverträglichkeit. Dabei wurden mehrmals das bereits bestehende Parkplatzproblem sowie Lärmreklamationen, mit welchen die Feuerwehr bereits am jetzigen Standort zu kämpfen habe, erwähnt. Zudem wurden bezüglich der Kosten sowie der Planung vereinzelt mehr Informationen gewünscht. «Solche Detailplanungen sind nicht Teil der Machbarkeitsstudie», beschwichtigte Sieber. Wie das Projekt wirklich umgesetzt wird, werde dann erst anhand des Studienauftrages beschlossen.

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